In den Zeiten der alten Energie wurden wir auf einfache und sehr direkte Weise von Gott geführt - durch Worte an unsere geistigen Führer oder Propheten. Es war uns nicht möglich, die Entwicklung zu beeinflussen, mitzuerschaffen. Wunder wurden vorab kreiert. Obwohl sie Antworten auf unsere Bitten waren, wurden die Wunder vorab geplant und wir darauf vorbereitet, entsprechend zu reagieren. In der Neuen Energie ist das völlig anders, wir erschaffen gemeinsam mit Gott. Wir übernehmen Verantwortung und sind Mitschöpfer. Wir haben jetzt die Kraft und Macht für uns selber die Dinge zu erschaffen, die wir in unserem Leben brauchen. Das Neue Zeitalter bietet uns die Möglichkeit, die Realität neu zu verstehen und interdimensional zu werden. Dies erfordert, dass wir als vierdimensionale Geschöpfe über die vier Dimensionen hinausgehen und die Linearität vollständig verlassen. Es geht darum, ein völlig neues Konzept der Realität zu erfassen und umzusetzen. Zu diesem Zweck steht uns eine neue kreative Kraft zur Verfügung, die Ko-Kreation, das Mitschöpfertum.
„Die Definition der Ko-Kreation: Die Erschaffung einer Änderung menschlicher Realität durch Verwendung des Kerns von Spirit, der ... die Situationen und Synchronizitäten/Gleichzeitigkeiten erzeugt, die den Menschen in Gebiete verhelfen, in die sie sonst nie gekommen wären.“
Kryon
Über das hinaus, was wir bereit sind zu akzeptieren, gibt es eine interdimensionale physikalische Tatsache. Jeder von uns ist eine Gruppe. Obwohl die Menschen einzeln zu sein scheinen, gibt es eine wirkliche Aktivität, die über die Singularität hinausgeht. Auch wenn wir uns selbst als Singular, als ein Menschenwesen betrachten, sind wir Plural.1) Diese „Gruppe, die wir sind“, verändert sich ständig selbst in Reaktion auf die Geschehnisse um sich herum. Wir stehen in ständiger Interaktion. Wir sind ein Teil von All-dem-Was-Ist, von Spirit oder Gott. Aus diesem grundlegenden Verständnis heraus können wir mit-erschaffen, gemeinsam kreieren. „Im Chor singen“ stellt eine aussagekräftige Metapher für die Ko-Kreation dar. Viele kreieren gemeinsam ein harmonisch klingendes Lied. Zum tieferen Verständnis lieferte Kryon uns das Konzept des Kosmischen Feldes: „Betrachtet das Feld einen Moment lang. Blickt in dieses riesige Gebiet von verbundenen Linien. Das himmlische Feld ist tiefgründig in seiner Gestalt. Energie ist mit Energie verbunden - jeder mit jedem - alles mit allem - jeder Planet mit jedem Planeten - jeder Sonnenkörper mit jedem Sonnenkörper. Es ist ein gigantisches Puzzle, das von einer Absicht angetrieben wird, das sich aber ständig ändert. Und wenn ihr das Himmelsfeld als ein riesiges besaitetes Musikinstrument anseht - eine Laute von Spirit - dann werdet ihr sehen, dass die Saiten auf viele Arten gezupft werden können. Wenn sie gezupft werden, machen sie harmonische spirituelle Musik und diese Harmonie erzeugt Obertöne, die in Resonanz sind und immer weitere Saiten erzeugen. Diese neuen Saiten werden genannt ... Job, Fülle, Lösung und friedliche Absicht.“ Hierbei geht es nicht darum, unsere persönliche Saite zu finden. Denn ein Instrument hat viele Saiten, die jeweils auf die Schwingung der anderen reagiert, die Obertöne schwingen mit. Betrachten wir jedoch alle Saiten und erkennen die Melodie, die gespielt wird, dann stellt sich uns die Frage, welche Note wir zupfen oder singen können, damit wir mit der gespielten Melodie in Resonanz kommen. Wenn wir diese Note finden, dann wird alles mitschwingen und in Harmonie widerklingen. Es handelt sich um das Konzept der spirituellen Resonanz. Wenn wir mit einer Energie harmonisieren, erzeugt und verstärkt diese eine weitere einzigartige Energie. Diese neu entstandene Energie schwingt synchron mit der Ursprungsenergie und ist doch einzigartig. Ein sehr ähnlicher Mechanismus ist uns aus der Musik bekannt. Die neuen Energien nennt man dort Obertöne, die entstehen, wenn man eine Frequenz auf eine andere einwirken lässt. Und auch in der Musik geht es darum Harmonie zu erzeugen. Wir lassen nicht einfach wahllos auf dem Instrument Töne erklingen, sondern suchen nach der Note, die harmoniert und in Resonanz mit der Melodie ist. Durch die Kraft der Ko-Kreation erhalten wir alle ganz individuell die Möglichkeit, im „Himmels-chor“ zu singen. Es ist eine intuitive Fähigkeit.
Das Verständnis, dass wir an mehreren Orten gleichzeitig existieren und dass wir auch Teil der Energie eines anderen sind, bildet die Voraussetzung, uns als einzigartiger Teil des interdimensionalen kosmischen Felds zu verstehen. Ebenso wie jede Melodie ist unsere Fähigkeit zu unterscheiden, welche Absicht in Resonanz ist, einzigartig. Das Kosmische Feld lässt eine Melodie der Harmonie und Liebe erklingen, welche die Botschaft enthält, dass wir ewig und miteinander verbunden sind. Es ist die neue Tonart und die neue Melodie der Erde in der Neuen Energie.
Kryon stellt vier Werkzeuge vor, die für die Ko-Kreation notwenig sind. Um die neue Kraft nutzen zu können, müssen wir die folgenden vier Techniken erlernen:
Der erste Schritt: Die Intention
Als erstes müssen wir unsere Absicht, unsere Intention, dem Universum bekunden, die neue Kraft, die Schwingung oder die Elektrizität des Geistes, in unseren Körper einfließen zu lassen. Doch bevor die Ko-Kreation stattfinden kann, müssen wir unser Karma2) erkennen und auflösen. Hier stehen uns zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Entweder gehen wir hindurch oder wir bitten um das Neutrale Implantat (Dies ermöglicht alle Handlungsfenster auf direktem Wege zu überspringen und alle Begrenzungen aufzulösen)3). Bereits während dieses Prozesses können wir beginnen, zu ko-kreieren. Ausschlaggebend ist unsere Absicht, welche absolut ist. Deshalb sollten wir diese Entscheidung sehr achtsam treffen. Wir können sie nicht rückgängig machen. Kryon empfiehlt, sich hierzu Zeit und Stille zu nehmen und zu sagen „Es ist meine Absicht ein Lichtwesen zu werden und das Geschenk der Neuen Energie zu gebrauchen.“
Der schwerste Schritt: Die Realität
Das neue Werkzeug müssen wir genauso als Realität wahrnehmen wie alles, was wir im Leben nutzen, zum Beispiel den Mixer in der Küche, die Waschmaschine im Bad, das Auto, einen Fahrstuhl etc. Wenn wir die Kraft der Ko-Kreation nicht als existent und real betrachten, dann wird nichts geschehen. Vor einigen hundert Jahren wäre uns der heutige Stand der Technik noch als Magie erschienen. So wie die Magie von gestern heute Realität ist, müssen wir das neue Werkzeug als Realität annehmen. Es existiert nicht einfach nur in unserer Vorstellung. Gehen wir die Ko-Kreation aus Neugierde oder mit Unglaube an, wird sie nicht funktionieren. Um mit-erschaffen zu können, müssen wir unsere Realität, unsere Gewohnheiten verändern. Dies ist der schwierigste Schritt.
Der wiederkehrende Schritt: Das Verbalisieren
Unsere Absicht, die neuen Werkzeuge zu gebrauchen, müssen wir laut (also nicht nur innerlich) aussprechen, verbalisieren. Auf diese Weise gehen unsere Worte hinaus in die Luft, kehren dann zu unserem Verstand zurück und verbinden sich dabei mit ihm und mit dem, was auf der geistigen Ebene von uns gewünscht wird. Es findet ein Verschmelzen der physischen und der astralen Ebenen statt, da beide gleichzeitig die selbe Botschaft erhalten. Aus diesem Grund muss die Verbalisierung aller Dinge, die wir wollen, immer laut geschehen.
Der entscheidende Schritt: Die Selbstkreation
Wir können alles mit-erschaffen, was wir uns wünschen. Denn jeder, der frei von Karma und erleuchtet ist, wird nur Ereignisse kreieren, die für ihn und alle anderen angemessen sind. Ohne diese Grundlage wird die Ko-Kreation nicht funktionieren. Doch dürfen wir nur für uns selbst ko-kreieren. Unsere Kraft wird nicht zur Anwendungen kommen, wenn wir andere menschliche Wesen in unser Schöpfen einbeziehen. Auch wenn wir eine Gruppe sind und alles miteinander in Verbindung steht, ist unser Grund, hier zu sein, eine persönliche Angelegenheit. Jeder erschafft für sich alleine. Wir können anderen als Vorbild Orientierung bieten, aber wir dürfen nicht ihren freien Willen beeinflussen. Die Menschen in unserem Umfeld werden die Veränderung in unserem Leben bemerken und können auf diese Weise die neuen Möglichkeiten selber entdecken. Wenn wir Frieden für unser Leben ko-kreieren, wie wird dies auf unsere Mitmenschen wirken? Irgendwann werden auch sie beginnen, für ihr Leben Frieden zu ko-kreieren. So werden immer mehr Menschen in Frieden leben, ohne dass wir darum gebeten haben. Wenn wir unsere karmischen Interaktionen auflösen, dann werden jene um uns herum ihre ebenfalls fallen lassen. Indem unser persönlicher Anteil am gemeinsamen Karma aufgelöst ist, fehlt eine Hälfte der Ursache und der karmische Vertrag ist aufgehoben. Daher wird sich auch die andere Person verändern.
Worum können wir bitten?
Es ist angemessen für uns selbst, um alles zu bitten, was wir brauchen, wie zum Beispiel ein stetiges Einkommen, Gesundheit, Frieden, Toleranz etc. Entscheidend ist dabei, dass wir nicht die Details und den Weg festlegen, wie die Dinge sich in unserem Leben manifestieren sollen, das würde Spirit einschränken. Wir brauchen keine Vorschläge zu machen, wie das erwünschte Resultat zustande kommen soll. Wenn wir zum Beispiel um Geld bitten, dann sollten wir nicht an unseren Arbeitgeber denken oder einen Schuldner. Wir überlassen es dem Universum, den Dingen den Weg zu weisen. Spirit nimmt die Bestellungen wörtlich und setzt diese so exakt wie möglich um.
„Wahre Ko-Kreation, wahrhaftiges Mit-Erschaffen, ist Eure Fähigkeit, Euch in ein Gesamtbild einzufügen, ein Gesamtbild, in dem auch alle anderen Teile des Bildes (wie bei einem Puzzle) eingefügt sind. Es ist anders, als Ihr meint. Es erfordert einen sechsten Sinn, der da heißt: Integrität; sodass Ihr Euch nicht gewaltsam durch den Weg (die Energie) eines anderen hindurchstoßt.“
Kryon
Mit Hilfe der Ko-Kreation erschaffen wir ausschließlich für uns selbst. Wofür steht dann die Silbe „Ko“ („mit“)? Wir erschaffen für uns gemeinsam mit Spirit. Das bedeutet konkret, dass eine Vielzahl von Personen an diesem Prozess beteiligt ist, denn jeder von uns ist ein Gruppe und Spirit ebenso. Wenn nun beide Gruppen miteinander erschaffen, dann findet wie bei einem musizierenden Orchester eine harmonische Resonanz statt. Unsere Ko-Kreation stellt die perfekte Melodie dar, die vollkommen im Einklang mit unserer gesamten Existenz (dem restlichen Orchester) spielt. So ist das, was wir miterschaffen, auch immer von anderen miterschafft. Ganz gleich was wir für uns selbst ko-kreieren, es wirkt sich immer auf alle anderen aus, denn wir beeinflussen die gemeinsame Realität, wir verändern das Musikstück, bei dem alle mitspielen. Jeder Schritt, den wir auf dem Planeten unternehmen, bewegt die Erde. Doch ist Mitschöpfertum gar nicht so schwierig, wie einige nun annehmen mögen. Denn es bezieht alle um uns herum auf Arten und Weisen mit ein, die wir eventuell gar nicht wahrnehmen oder erfahren. Die Energie, die wir mit anderen verwenden, erzeugt oft eine neue Harmonie. Eine neue Melodie entsteht, die für uns nicht wahrnehmbar ist. Es ist eine Harmonie, die direkt auf uns zukommt, um einem Teil von uns selbst zu begegnen. Derjenige, der die Harmonie in sich sucht und wünscht, mit seinem eigenen inneren Kern zu arbeiten, der ko-kreiert. Je mehr wir das, was in unserem Leben unangemessen ist, entfernen, desto deutlicher ist die Melodie, die wir hören können und desto vollkommener wird die Kreation. Es handelt es sich bei der Ko-Kreation um eine Subtraktion; wir müssen lernen, die Dinge, die nicht dazugehören, zu beseitigen. Wenn wir uns auf unsere Ko-Kreation einstellen, erkennen wir , sie wurde bereits getan es ist alles schon vorhanden. Ebenso wie ein Bildhauer einen rohen Stein nimmt und daraus eine wunderschöne Statur nach seinen Vorstellungen erschafft. Das Kunstwerk ist bereits vorhanden, er muß nur die unnötigen Teile des Steins entfernen. Wenn wir schließlich die selbe Melodie singen, von der die Vollkommenheit innerhalb der gewünschten Kreation singt, erhalten wir die Manifestation. Wir beginnen diesen Prozess, indem wir Integrität in Anspruch nehmen. Das Geheimnis der Ko-Kreation liegt im Einstimmen auf den Chor, gemeinsam mit dem Chor zu singen!
Anmerkungen:
Zum tieferen Verständnis der angesprochenen Themen empfehlen wir folgende Artikel:
1) Wir sind eine Gruppe: „Teilpersönlichkeitsarbeit“ Terasof April 04
2) „Karma existiert nicht“ Terasof März 04
3) „Das Neutrale Implantat“ Terasof Februar 04
Diese Artikel können Sie auch auf unser Homepage www.terasof.de lesen.
Quellen:
Kryon: „Denke nicht wie ein Mensch“, Heyne Verlag, München, 2002
Kryon: „Ko-Kreation erklärt“ Live-Channeling in Toronto, Ontario, Kanada, 21.09.2002
Kryon: Live-Channeling in Hamburg, Deutschland, 26./27.10.2002
Kryon: „Erkenntnisse der Meisterschaft Teil II“ Live-Channeling - Pazifischer Ozean / Hawaii, 11.9.2003
Die Channelings stehen auch auf den deutschen Kryon-Homepages kostenlos zur Verfügung:
www.kryon.de und www.creative4you.ch/spirit/kryon