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Frieden inmitten des Tumults
Spirituelles Leben in der westlichen Zivilisation
Erleuchtung, Balance, innerer Frieden, Meditation
diese und ähnliche Begriffe begegnen uns ständig, wenn wir uns mit spirituellem Leben beschäftigen. In der Regel assoziieren viele Menschen damit ein von der Welt abgewandtes, spartanisches Leben in Abgeschiedenheit, Stille und Abstinenz, fern sinnlicher Freuden. Nach Gott strebende Menschen ziehen sich an einen einsamen Ort zurück. Sie entsagen allen Freuden und materiellen Dingen, um sich ausschließlich der Versenkung hinzugeben. Diese Vorstellung von Spiritualität stammt hauptsächlich aus den Traditionen östlicher Kulturen. Sie ist weit verbreitet, jedoch für das Neue Zeitalter unzutreffend. Wie sieht das spirituelle Leben heute in unserer westlichen Zivilisation aus?
Die Dschungel des Abendlandes sind anderer Art, als diejenigen innerhalb der östlichen Zone. Sie verlangen Frieden inmitten des Tumults, Kraft inmitten der Ermattung, Ausdauer trotz schlechter Gesundheit, Verständnis in allem Lärm des westlichen Lebens. Fortschritt wird daher trotz und nicht infolge bestehender Umstände erreicht. Für diese Art von Jüngern, wie ich sie jetzt zu lehren versuche, gibt es kein Zurückziehen von der Welt. Es gibt keinen Zustand physischen Friedens und der Ruhe, in dem die Seele angerufen werden kann und der es erlaubt, jene in ihren Ergebnissen gewaltige Arbeit zu leisten, welche in der Stille des Schweigens und der Ruhe des vollständigen Losgelöstseins von allem körperlichen oder gefühlsmäßigen Verlangen - was der Hindu Samadhi nennt -, erreicht werden kann. Die Arbeit muss inmitten des Lärms vorwärts gehen. Der Zustand des Friedens muss inmitten des Aufruhrs gefunden werden. Weisheit muss mitten im intellektuellen Tumult erlangt werden und die Zusammenarbeit mit der Hierarchie auf der inneren Seite des Lebens muss inmitten des verheerenden Getöses des modernen Lebens in den großen Städten vor sich gehen. Solcherart ist euer Problem und so ist mein Problem, wenn ich euch zu helfen suche. Djwhal Khul
Mit diesen Worten weist der Meister Djwhal Khul allen modernen, spirituellen Menschen eindeutig die Richtung. Unsere Aufgabe besteht darin, in der Hektik, Anonymität und dem Lärm der Großstädte inneren Frieden und Erleuchtung zu finden. Eine wahre Herausforderung! Wir sollen uns nicht an einsame Orte zurückziehen und die materiellen Mitmenschen meiden, sondern lernen, trotz der vielen, auf uns einströmenden Lebensanschauungen, Meinungen und Informationen, die Weisheit immer im Zentrum unseres Denkens und Handelns zu bewahren, ohne davon abzuweichen. Die Tatsache, dass sich spirituelle Arbeit ausschließlich im Innern abspielt, unterstreicht diese Aussage. Wir brauchen uns nicht an einen bestimmten Ort begeben oder alleine sein, um Gott zu begegnen. Da Gott - All-Das-was-Ist - immer und überall anwesend ist, können wir ebenso zu jeder Zeit und an jedem Ort mit Ihm in Verbindung treten. Dazu benötigen wir nichts weiter als die innere Bereitschaft, unseren reinen Willen. Auch die Meditation als Praxis der Verbindung mit Gott dient lediglich zum Aufbau derselben. Die Haltung der Meditation muss beständig, ohne abzusinken 24 Stunden am Tag aufrecht erhalten werden, nicht nur einige Minuten zu bestimmten Tageszeiten. Das setzt eine stetige Orientierung des Lebens und das Handhaben des Lebens vom Standpunkt der Seele voraus. Hiermit ist nicht gemeint, dass wir dem Leben den Rücken kehren und uns im Stillen dem Bewusstsein der Meditation hingeben, sondern im Gegenteil, dass wir dem Leben die Stirn bieten und von der Seelenebene aus klar auf die Welt der menschlichen Angelegenheiten blicken und entsprechend handeln. Jesus beschreibt diese Haltung mit folgenden Worten In der Welt, doch nicht von der Welt. Durch die ständige Konzentration auf die Seelenebene und die Vertiefung der Meditation verwandeln wir unseren Körper und unser Bewusstsein zu einem Organ, durch das sich die Liebe der Seele ergießen kann. Auf diese Weise wird unser selbstsüchtiges Verlangen im Handeln zum Wohle aller Menschen aufgehen und die Verblendung, die begrenzten Sichtweisen, werden durch die Wirklichkeit ersetzt. Schließlich strömt das reine Licht des Denkens in alle unsere Schattenseiten, in die dunklen Stellen der niederen Natur. Die Multidimensionalität als Wirklichkeit der Seele wird uns auf diese Weise immer bewusster. Denn von der inneren Ebene betrachtet, erkennen wir die Zusammenhänge von allem Existierenden zueinander und insbesondere zu uns selbst und orientieren unser Handeln danach. Es ist die konsequente Berührung von allem, was ist, wissend, dass es nichts anderes als Eure Teile sind und es mündet schließlich in dem Bewusstsein, dass Gott in seiner unendlichen Vollkommenheit ebenso in euch, wie in allem, durch eure jeweilige Wahrnehmung Erfahrenem gegenwärtig, anwesend und enthalten ist, und dass in der Berührung all der euch in euch erscheinenden Elemente mit allen scheinbar außerhalb bestehenden Dingen nicht der auch nur noch so geringste Widerstand oder Fehler bestehen kann. (Sof)
De Fakto gibt es das Böse nicht, keinen Feind und auch keinen Teufel, nichts, vor dem wir uns abwenden, zurückziehen oder schützen müssten. Wir bestimmen durch unsere innere Einstellung unser Leben selbst und alles, was uns darin erscheint. Nun liegt es an uns, in allem Gott und die anstehende Aufgabe zu erkennen und darauf entsprechend zu reagieren. In der alten Energie zogen sich die Menschen für das spirituelle Leben zurück und praktizierten es allein oder unter sich an abgelegenen Orten, um die anderen Menschen nicht zu verwirren und Aufruhr zu vermeiden. Heute, in der neuen Energie, ist die Menschheit dazu bereit, die Botschaft zu hören. Auch wenn sich nicht alle Menschen dafür entschließen, mitzumachen.
Tobias spricht in Shoud 7 (6. Februar 2004) davon, dass es für uns nun darum geht, das Leben zu umarmen. Von der Seelenebene aus nehmen wir das Leben und alles, was uns begegnet, als göttlich wahr und verweilen ständig in Freude. Es existiert keine Auseinandersetzung mit gegensätzlichen Meinungen oder Lebensweisen, die bisher gemieden wurden. Die Personen, Ereignisse oder Gegebenheiten in unserem Leben, die uns als nicht spirituell erscheinen, fordern uns heraus, wie gut wir uns auf der Seelenebene verankert, unsere dualen Sichtweisen abgelegt und wie viel Liebe wir für Gott in Allem entwikkelt haben. Sie testen, ob wir mit allen Lebenssituationen richtig umgehen können und bereit sind, unsere Weisheit mit unseren Mitmenschen zu teilen. Gut und Böse, kriminell, der Satan und der Engel, sind gleichermaßen in und um euch alle dicht verteilt. Wie Wolken sind sie, alldurchdringend, nicht mehr schwarz, noch weiß. (Sof) Unsere Wahrnehmung allein entscheidet darüber, wie wir die Dinge erleben. Indem wir unsere innere Einstellung zu den Dingen ändern, spiritualisieren wir sie und können somit alle Gegebenheiten in unser spirituelles Leben integrieren, sie umarmen. Somit gibt es auch nichts mehr, wovon wir Abstand nehmen müssten oder was den bisher unter spirituellen Personen weitverbreiteten Wunsch rechtfertigt, so schnell wie möglich diesen egozentrischen Ort, die Erde, verlassen zu wollen. Ganz im Gegensatz dazu besteht unsere Aufgabe nun sogar darin, unser Wissen und unsere Verwirklichung anderen zu vermitteln und somit die Schwingungsfrequenz des Planeten weiter zu erhöhen. Wir sind die Lehrer der neuen Energie. Die Frage also, die sich jeder Einzelne von Euch morgens beim Erwachen stellen sollte, ist: Wie werde ich heute wohl lehren wollen? Denn seht ihr, ihr lehrt, ob ihr euch dessen bewusst seid oder nicht. Die anderen beobachten euch. Manchmal fordern sie euch auch heraus, nicht nur um euch das Leben schwer zu machen, sondern weil sie herausfinden wollen, aus welchem Material ihr eigentlich gestrickt seid. (Tobias) Tobias empfiehlt uns, unsere Energien nicht mehr zurückzuhalten, sondern frei und ungehindert strahlen zu lassen. Wir sollen so sein, wie wir in Wahrheit sind - ewige, multidimensionale Seelen!
Nun stellt sich uns die Frage, in welcher Form will jeder von uns individuell das Leben umarmen? Wir können auf viele Weisen mit anderen unser Wissen und unsere Verwirklichungen teilen. Es könnte anhand eines Beispiels sein, durch eine bestimmte Aktivität, indem wir ein Buch oder einen Song schreiben, Kinder bekommen, Menschen beraten oder uns mit ihnen unterhalten oder indem wir einfach nur energetisch einen göttlichen Raum halten. Jeder soll im Einklang mit der Weisheit und der Liebe sein Inneres 100% nach seinen Wünschen einrichten und von dort aus das äußere Leben entsprechend formen. Die Meisterin Kora definiert den praktischen Weg aus der vergänglichen Welt sehr klar: So ist der Ausweg aus der Berührung der Unvollkommenheit, durch das Mitleid verursacht, und durch die Steigerung des Mitleids ins Unendliche automatisch - und somit auf effektivste und kürzeste Art - gewährleistet und garantiert. So gilt das ewige Gesetz: Wer gibt, dem wird mehr gegeben werden. Indem wir unseren Mitmenschen helfen und dies trotz ihrer Fehler und Bedingtheiten immer weiter tun, machen sie schrittweise spirituelle Fortschritte und lösen sich immer mehr von ihren dualen Sichtweisen, welche die Ursache ihres Leids sind, bis sie schließlich die Erleuchtung erreichen. Dies setzt unseren richtigen Umgang mit der Liebe voraus. In der Dualität bedeutet Liebe Güte und Strenge, Freude und Disziplin. Wenn eine für spirituelles Leben entschlossene Person nicht im Einklang mit der Liebe handelt, dann weisen wir sie zurecht, erklären, warum diese Handlung sie von Gott und der Liebe trennt. Und erst, wenn die Person den Punkt korrigiert hat, indem sie ihr Handeln nach einem nicht liebevollen Prinzip eingesehen und sich für die Veränderung entschlossen hat, vergeben wir ihr. Ansonsten würden wir das gegensätzliche Prinzip bestätigen, das mit der Unvollkommenheit verbindet und ließen die Person in dem Glauben verweilen, dass ihre Einstellung korrekt sei. In der Regel übt niemand gern Kritik aus oder erfährt sie als angenehm. Insbesondere deshalb, da die weitläufige Meinung herrscht, Liebe bedeutet nur Güte und Freude. Wenn jemand streng ist, dann liebt er nicht, dann ist seine Haltung falsch und schon gar nicht spirituell. Betrachten wir dies genauer: Von der Seelenebene aus sehen wir alle Facetten, die Ganzheit einer Person oder einer entsprechenden Situation, während die andere Person aus der dualen Perspektive genau die Aspekte, die sie nicht sehen will, bewusst oder unbewusst ausblendet und somit alles dual, gespalten und subjektiv wahrnimmt. Um der Person zu helfen, nutzen wir aus der transzendentalen Sichtweise die dualen Mittel Güte und Strenge, um ihr die verdrängte Seite bewusst zu machen, die selbstverständlich trotzdem existiert und wirkt. Durch diese Bewusstwerdung besteht die Möglichkeit, Gott ein Stück näher zukommen, indem die Göttlichkeit nun auch in dem bisher abgelehnten Teil des Lebens erkannt, akzeptiert und integriert wird.
Eine weitere Herausforderung stellt das dauerhafte Verweilen in der ekstatischen Freudenenergie dar. Selbst in den härtesten und dunkelsten Situationen ist unser innerer Zustand die reine Freude. Durch das ununterbrochene Gewahrsein, dass alles in unserem Leben ein Austausch mit unseren eigenen Teilen ist und Gott ebenso in uns, wie in Allem um uns herum, anwesend ist, löst sich alle Negativität auf. Wir sind frei und erfreuen uns an unserer selbstgeschaffenen Realität.
Die Gemeinschaft, der Zusammenhalt mit den Engeln, den Meistern und allen überzeugenden, gleichgesinnten Weggefährten stellt dabei die effektivste Möglichkeit dar. Dabei ist nicht das physische oder räumliche Zusammensein entscheidend, sondern den Kontakt und die Kommunikation im Innern, die Konzentration auf unseren göttlichen Ursprüng, auf die Seelenebene, und den Einklang all unserer Gedanken, Taten und Gefühle mit der Liebe zu halten. Und dies alles müssen wir im Trubel der modernen westlichen Welt erreichen. Der Großstadt-Dschungel konfrontiert uns nicht mit wilden Tieren, sondern fauchenden Nachbarn, Arbeitskollegen oder Fahrgästen in der U-Bahn. Wir müssen nicht Lianen mit der Machete zerschlagen, sondern kämpfen mit der Verblendung der zivilisierten Gesellschaft und mit den dualen Sichtweisen unserer Mitmenschen. Es sind nicht die Schreie der Tiere und das Summen der Insekten, die uns den Nerv töten und die Ruhe der Meditation stören, sondern das Rauschen des Verkehrs und die dröhnende Musik von nebenan. Zur Nahrungssuche graben wir nicht nach Wurzeln oder erklimmen hohe Bäume, sondern die Karriereleiter im Großraumbüro. Wir haben keinen körperlichen Stress, sondern psychischen. Wir treffen täglich auf so viele Menschen und deren Weltanschauungen, sind ständig herausgefordert, authentisch zu bleiben, uns nicht von ihren Zweifeln und ihren Antipathien gegenüber Spiritualität oder ihrer Begeisterung für die Bedingtheit beeinflussen zu lassen. Gleichzeitig geht es darum, richtig mit allen, die uns begegnen, umzugehen, ihnen immer Liebe und Achtung zu schenken und auf ihrem individuellen Weg des Wachstums Unterstützung zu leisten. Auf diese Weise finden wir in der Hektik des modernen Lebens inneren Frieden und Erleuchtung.... Inneren Frieden inmitten des Tumults...!
Quellennachweis: - Djwhal Khul Zitat: Alice A. Bailey: Jüngerschaft im Neuen Zeitalter - Band 1, Lucis Trust, Genf 1974, S. 25 - Sof 1. Zitat: Sof: Gespräche mit Sof - Band 3, 33. Sitzung, K Now Verlag, 2004, Berlin - Sof 2. Zitat: Sof: Gespräche mit Sof - Band 3, 41. Sitzung, K Now Verlag, 2004, Berlin - Geoffrey Hoppe: Tobias, Shoud 7, 7. Februar 2004 und Shoud 8, 6. März 2004, New Energy Series, www.shaumbra.de, www.crimsoncircle.com
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