Das Neue Zeitalter, Teil 6: Teilpersönlichkeitsarbeit




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Teilpersönlichkeitsarbeit

Auf dem Weg zum multidimensionalen Bewusstsein

Wenn ihr die Geschichte eurer Seele betrachtet, kann eure Identität in diesem Körper - das „Ich“ - sehr unbedeutend erscheinen. In lang vergangener Zeit wart ihr großartige Wesen, und es geschieht noch so viel mehr, als ihr gegenwärtig wahrnehmen könnt. Es ist, als sei das Dasein ein Buch von einem Meter Dicke und ihr wärt auf diesem Planeten mit dem Erwachen des New Age gerade auf den ersten paar Seiten. In eurem Leben werdet ihr dieses ganze Buch durchgehen.“ Die Plejadier

Den Menschen macht mehr aus als sein Körper, seine bewussten Gedanken und Gefühle. Das Wesen der menschlichen Existenz ist nicht auf seine dreidimensionale Realität beschränkt. Doch was ist seine wahre Natur? Das Wahre Ich, das Höhere Selbst, die Seele... alles Begriffe, die uns Menschen helfen sollen etwas, dessen die meisten von uns sich nicht bewusst sind, zu erfassen. Was macht unsere Persönlichkeit aus? Was ist dieses „Mehr“, das wir zu entdecken vermögen?

Die Vermutung, dass da mehr sein muss, schickt uns auf eine Entdeckungsreise, wobei wir schließlich realisieren, dass wir Menschen nicht dort enden, wo unsere Haut, unsere Aura oder unser Ätherkörper aufhört. Wir existieren in vielen verschiedenen Wirklichkeiten. „Wir sind viele.“ Diese Aussage mag zuerst etwas befremdend klingen, ist aber bei genauerer Betrachtung überaus logisch und sinnvoll. Denn jeder Mensch kennt die unterschiedlichen Wünsche und Kräfte, die in ihm wirken. Ein klassisches Beispiel dafür sind „das Engelchen und das Teufelchen“. Da streiten sich zwei innere Persönlichkeiten, wie wir uns entscheiden sollen. „Du bist dir nur des einen Triebs bewußt; O lerne nie den andern kennen! Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, Sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andre hebt gewaltsam sich vom Dust Zu den Gefilden hoher Ahnen.“ (Goethe) Beide haben Einfluss auf uns und vertreten unsere gegensätzlichen Überzeugungen oder Begeisterungen. Die Herausforderung liegt darin, diese Streitereien zu lösen, die inneren, sich widerstrebenden Aspekte harmonisch zu vereinen. Gelingt uns das, bezeichnen wir diesen Zustand als innere Ausgeglichenheit, als inneren Frieden oder einfach nur als glücklich sein. Es existiert keine innere Zerrissenheit, keine Sorge, keine Zweifel oder Gewissensbisse und auch nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Konflikte dieser Art und das Streben nach Ausgeglichenheit sind jedem Menschen wohl auch ohne weitere Erklärungen sehr vertraut.

Wir können diese Teile von uns selbst, die sich in unseren Gedanken und Gefühlen widerspiegeln, genauer erkunden und dabei erstaunliche Erkenntnisse machen. Hinter jeder unserer Ideen, Gefühle, Wünsche etc. steht eine Person, eine Teilpersönlichkeit mit eigenständigem Willen. Das Konzept der Teilpersönlichkeiten ist altbekannt und zum Beispiel in der Astrologie sehr anschaulich dargestellt. Die einzelnen Planeten im Horoskop eines Menschen spiegeln seine unterschiedlichen Aspekte wieder. Die Sonne steht für das Bewusstsein oder den Vater, der Mond für die Gefühle - die Mutter, der Merkur für die Gedanken und die Kommunikation - den Intellektuellen, der Mars für das Durchsetzungsvermögen - den Krieger, die Venus für das Ästhetik- und Harmonieempfinden - den Künstler etc. Die individuelle Konstellation der Planeten stellt das Zusammenspiel der einzelnen inneren Aspekte dar und gibt Aufschluss über die Harmonie und die Spannungen oder Konflikte der Persönlichkeit, also über den Charakter und die daraus resultierenden Entwicklungsrichtungen oder -möglichkeiten.

In der Psychologie ist die Arbeit mit den Teilpersönlichkeiten ebenfalls bekannt. Der italienische Arzt und Psychiater Roberto Assagioli (1888-1974) entwickelte aus seinen Erkenntnissen ein Konzept der ganzheitlichen Psychologie und Pädagogik und nannte es Psychosynthese. Nach seinem Medizinstudium wurde Assagioli Schüler von Sigmund Freud und lernte später unter anderen C.G. Jung und Alice A. Bailey1 kennen. Er besuchte in der Schweiz die von Alice A. Bailey gegründete Arkanschule. Sein Modell der Psychosynthese besagt, dass eine Persönlichkeit aus vielen Teilen besteht, die uns jedoch nicht alle bewusst sind. Diese Teilpersönlichkeiten bilden die Struktur unserer individuellen Persönlichkeit. Das Spektrum der Teilpersönlichkeiten umfasst alle möglichen Charaktere. Dazu gehören zunächst einmal die Rollen, die wir im Leben darstellen und in denen wir uns auch unterschiedlich verhalten. Man kann ihnen Namen geben, wie zum Beispiel der Perfektionist, der Kritiker, der Kontrolleur, der Helfer, der Romantiker, der Gläubiger, der Bettler, der Krüppel, der Mörder, der Krieger, der Sportler, der Philosoph, der Tänzer, der Musiker, der Meister, der Meditierende, der Selbstmörder, der Terrorist, der Kinderquäler, der Sadist, der Perverse, etc. Wenn wir unangenehme und unerwünschte Wesenszüge nicht akzeptieren, verdrängen wir sie, projizieren sie nach außen oder spalten sie ab. Eine Teilpersönlichkeit hat jedoch auch immer transpersonales, überbewusstes Potenzial, das ebenfalls verdrängt, abgespalten und nach außen projiziert werden kann. Die Verdrängung transpersonaler Qualitäten wie Kreativität, Freude, Einfachheit, Ideen und Visionen kann zu Depressionen, Krankheiten oder anderen Störungen und unerwünschten Erlebnissen führen. Grundsätzlich ist aber jeder Persönlichkeitsteil, sei es der „innere Perfektionist“ oder der „verantwortungslose Abenteurer“, in seiner innersten, essenziellsten Qualität gesund und vollkommen. Störungen oder Probleme werden transzendiert, indem der Nutzen ungeliebter Anteile hinterfragt und die einzelnen Teile der Psyche zu einem neuen, funktionierenden Ganzen zusammengeführt werden. Der verdrängte Inhalt oder vom Idealbild abgespaltene Aspekt der Persönlichkeit wird erkannt, akzeptiert und integriert. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Zielsetzung, auf der Frage „Wo will ich hin?“ und nicht auf den Konflikten der Vergangenheit. Als eines der wichtigsten Ziele der Psychosynthese sah Assagioli die eigene Erfahrung der spirituellen Dimension, abseits jeglicher Religion. Heilung heißt eben auch Aussöhnung mit der göttlichen Kraft und Hingabe an sie. Je mehr Distanz zu den individuellen Problemen geschaffen wird, je größer die Desidentifikation mit den eigenen Nöten wird, umso mehr können Impulse der höheren Ebenen ins Bewusstsein rücken. Am Schlusspunkt steht die Realisierung des eigenen Selbst. Er betonte, dass es jedem Menschen möglich sei, sein innerstes Selbst zu erleben, und erkannte die zentrale Rolle des Willens, der als wichtiges Werkzeug der Persönlichkeit dafür dient, die eigene unverwechselbare Identität und Einmaligkeit in die Welt zu bringen. Wir benötigen die richtige Handhabung unseres Willens, die Erkenntnis allein reicht nicht aus, um die gewünschte Veränderung zu bewirken. Als Mittel oder Weg zur Vereinigung der Teilpersönlichkeiten und zum Kontakt mit der transpersonalen Ebene empfiehlt Assagioli die Meditation. Wobei Liebe und Mitgefühl die besonderen Qualitäten dieser Ebene darstellen, auf der es uns möglich ist, uns als Teil eines größeren Ganzen zu empfinden.

„Selbsterkenntnis ist ein Abenteuer, das in unerwartete Weiten und Tiefen führt“ C.G. Jung

In der analytischen Psychologie nach C.G.Jung (1875 - 1961), der neben Sigmund Freud und Alfred Adler einer der Begründer der Tiefenpsychologie war, wird die Teilpersönlichkeitsarbeit ebenfalls behandelt, allerdings mit anderen Begrifflichkeiten belegt. C.G. Jung entwickelte das Model des kollektiven Unterbewussten, das von Archetypen ausgeht. Demnach liegt in einer tieferen Schicht der Psyche ein anderer Teil des Unbewussten, der die uns allen gemeinsamen Elemente beinhaltet; die Weisheit, die angesammelte Geschichte, die gemeinsamen Anlagen des Menschen, die Quellen seiner höchsten Bestrebungen und niedrigsten Meinungen. Die Gebilde, die diesem kollektiven Unbewussten entspringen, sind Archetypen, Urbilder, die für die Menschheit typisch sind. Die im Laufe des Lebens angesammelten Erfahrungen sind als Inhalte zwar individuell, drücken sich aber in universellen Formen und Bildern aus. Diese archetypischen Figuren stellen unter anderem die Mutter, der Vater, das Kind, der Held, das Opfer, der Weise und der Narr symbolisch dar. Auch Ereignisse und Bilder wie die Geburt, die Heirat, der Tod etc. zählen dazu. Die Archetypen finden sich in alten Überlieferungen, Mythologien und Märchen wieder und verbildlichen für Jung die unmittelbare und unverdeckte Sprache der Psyche. Im Gegensatz zu Freud betrachtete er das Unbewusste nicht als eine psychologische Abladestelle unterdrückter Triebe oder verdrängter Erinnerungen, sondern als ein lebendiges, dynamisches und kreatives Prinzip des Lebens. Er vertrat die Meinung, dass hinter jeder noch so verrückt erscheinenden Verhaltensweise oder hintern auftauchenden und belastenden Symptomen ein Sinn steht. Den Schlüssel zur Heilung sah er in der Religion und in der spirituellen Selbstverwirklichung. Diesen individuellen Bewusstwerdungsprozess nennt er Individuation und beschreibt damit das Ganzwerden der Seele durch die Integration des Schattens aus dem persönlichen Unbewussten und durch die Aktivierung der schöpferischen Kräfte aus den Tiefen des kollektiven Unbewussten. Der Zweck der Individuation ist es, das Selbst aus den falschen Vorstellungen der Persona, des bewussten Ich einerseits und aus der Suggestivgewalt unbewusster Bilder andererseits zu befreien. Was schließlich dazu führt, sich selber als das zu erkennen, was man von Natur aus ist, im Gegensatz zu dem, was man sein möchte, und zielt auf eine Mitte der Persönlichkeit hin, die gleichzeitig auch ihre Peripherie umschreibt. Diese Mitte ist nach Jung das Selbst und der Ursprung und die Erfüllung des Ich.

„Mit der Empfindung des Selbst als etwas Irrationalem, undefinierbar Seiendem, dem das Ich nicht entgegensteht und nicht unterworfen ist, sondern anhängt und um welches es gewissermaßen rotiert wie die Erde um die Sonne, ist das Ziel der Individuation erreicht [...]. So ist das Selbst auch das Ziel des Lebens, denn es ist der völligste Ausdruck der Schicksalskombination, die man Individuum nennt, und nicht nur des einzelnen Menschen, sondern einer ganzen Gruppe, in der einer den anderen zum völligen Bilde ergänzt“ C.G. Jung

Der Prozess der Teilpersönlichkeitsarbeit lässt sich vergleichen mit einem Stimmengewirr, aus dem sich allmählich ein Chor zusammenfindet und sich schließlich unter der Leitung eines Dirigenten die einzelnen Stimmen zu einem einzigen Musikstück vereinigen. Dieses Prinzip der Synthese impliziert, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Die Poesie oder die Bedeutung des Musikstückes offenbart sich erst, wenn wir es als Ganzes auf uns wirken lassen.

„Dies ist das Zeitalter des multidimensionalen Selbst: des Selbst, das bewusst in viele verschiedene Wirklichkeiten gehen kann; des Selbst, das irgendwann fähig sein wird, sich in physischer Form gleichzeitig an zwei Orten aufzuhalten oder auch zu verschwinden; des Selbst, das in vierdimensionales Bewusstsein gehen kann - des Wahrnehmenden, nicht des Denkers. Es ist das Zeitalter des Selbst, das versteht, dass sein denkender Teil sehr wichtig ist, aber nicht der Kommandant des physischen Körpers sein soll, sondern nur sein Berater." Die Plejadier

Die spirituellen Lehren des Neuen Zeitalters präsentieren ein ganzheitliches Modell unserer wahren Natur und ermöglichen uns ein tiefes Verständnis unserer Persönlichkeit.

„Die Tatsache ist die, dass ihr alle mehr seid, als ihr wisst. Jeder von euch existiert in anderen Realitäten und anderen Dimensionen, und die Person, die ihr glaubt zu sein, ist nur ein kleiner Teil eurer gesamten Wesenheit.“ Seth

Unser individuelles irdisches Leben stellt einen Aspekt einer multidimensionalen, allmächtigen, unbegrenzten Persönlichkeit dar, die viele physische und nichtphysische Formen, bzw. Gestalten, annimmt und gleichzeitig in unterschiedlichen Realitätsebenen lebt. Unser begrenzter menschlicher Intellekt konstruiert daraus jedoch eine zeitliche Abfolge getrennter Einzelleben in verschiedenen Zeitepochen. Die Teilpersönlichkeiten der multidimensionalen Gesamtpersönlichkeit sind nicht nacheinander gereiht wie Perlen auf einer Schnur, „sie gleichen eher den verschiedenen Häuten einer Zwiebel“, die ineinander existieren.

„Die Distanz, die das eine Leben von dem anderen trennt, existiert psychologisch und nicht als zeitlicher Zwischenraum zwischen Jahren oder Jahrhunderten. Was man gewöhnlich unter Reinkarnation versteht, nämlich ein Nacheinander verschiedener Leben, ist ein Mythos.“ Seth

Das Individuum ist eine besondere Manifestation der weit größeren Einheit „Seele“, die sich ihre eigene Realität schafft, indem sie sich schöpferisch entfaltet. Ein Hauptcharakteristikum der Seele ist ihre Fähigkeit, Gedanken und Gefühle in physische Realität zu verwandeln. Wir erschaffen durch unsere Gedanken unsere eigene Realität. Unser physischer Körper ist mit anderen Worten einfach eine Manifestation dessen, was wir in der dreidimensionalen Realität darstellen, während unsere Seele auch in anderen Realitätsebenen über andere schöpferische Ausdrucksformen verfügt. Das Bewusstsein der Seele ist auf verschiedene Teilpersönlichkeiten aufgeteilt und kann auch beliebig weiter aufgeteilt werden. Ebenso können sich die Teile jederzeit wieder miteinander verbinden. Dies ist in unbegrenztem Maß und in den unterschiedlichsten Formen und Graden möglich. Die Seele wächst und entwickelt sich simultan mit den Erfahrungen ihrer Teilpersönlichkeiten und dennoch ist sie mehr als die Summe ihrer Teile. Sie ist ein offenes, geistiges System, ein energetisches Kraftfeld, ein Generator schöpferischer Energien, die in alle Realitätsebenen ausstrahlen. Um sich intensiv auf die Erfahrungen in der jeweiligen Dimension zu konzentrieren, identifiziert sich jede Teilpersönlichkeit ganz mit ihrem Dasein und es erscheint jeder so, als sei sie der einzige bewusste Teil ihrer selbst.

„Durch die Allmacht können wir unsere Persönlichkeit in beliebig viele, scheinbar voneinander getrennte Persönlichkeiten aufteilen, die dann alle einen „freien“ Willen im Rahmen der gewählten Begrenzungen erfahren. Gleichzeitig bleibt aber die ursprüngliche, ewige und allmächtige Persönlichkeit bestehen, die wir die ewige, unbedingbare Seele nennen, allerdings nicht mehr in vollem Ausmaß von den verschiedenen Teilpersönlichkeiten während der von uns oder ihnen selbst entschiedenen Phase ihrer jeweiligen Bedingtheit wahrnehmbar.“ Sof

Tatsächlich stehen aber alle Teilpersönlichkeiten durch das multidimensionale Bewusstsein der Seele in ständiger Kommunikation und beeinflussen sich gegenseitig. Obwohl auf diese Weise für jede Person zwischen allem Wahrnehmbaren eine direkte, enge Beziehung besteht, sind es von ihr getrennte Persönlichkeiten, die an ihren Erfahrungen teilhaben, sie mitgestalten und die teilweise auch ein ganz anderes oder erweitertes Bewusstsein tragen, das sie mit ihr austauschen oder auch gegen sie ausspielen. Dabei entspringt immer alles gemeinsamen Absprachen, die aus verschiedensten Gründen ihrem Bewusstsein verborgen bleiben, solange dies zum Erfüllen des gemeinsam erschaffenen Plans nötig ist. Die Seele ist sich dabei in allen Realitäten bewusst und lernt durch ihr Wirken die Kunst der Verwirklichung. Eine der wichtigsten Aufgaben der Seele besteht darin, ihre Persönlichkeiten zu unterweisen, nicht Opfer ihrer begrenzten Glaubensvorstellungen zu werden, sondern Teil ihrer Erfahrung zu sein, jedoch nicht ihre Gesamtheit aus den Augen zu verlieren. Schließlich erkennt das Individuum seine Identität als multidimensionales Wesen wieder.

„Ist die menschliche Seele nicht eine einzelne Wesenheit? Nein, das ist sie nicht. Wenn Ihr ein Teil von Gott seid, dann habt Ihr die Attribute von Gott. Ihr habt kein Problem mit der Vorstellung, dass Gott überall sein kann, und doch schreckt Ihr dann vor dem bloßen Gedanken, dass dies auch für Euch zutreffen kann, zurück. Ihr denkt, dass „Ihr“ singular seid und dass Gott umfassend ist. Die Wahrheit? Ihr habt die Attribute der Göttlichkeit und das ist Gott.“ Kryon

Wie ist es praktisch möglich, unser multidimensionales Bewusstsein, die Allmacht wiederzuerlangen? Wir erschaffen unsere persönliche Realität durch das, was wir bewusst von uns, den Mitmenschen und der Welt erwarten. Alle Energien, die zu uns gezogen werden, alles, was uns passiert und was wir erleben, äußerlich und innerlich, ist ein Austausch unter unseren Seelenteilen oder Teilpersönlichkeiten. Es ist nicht möglich, dass wir etwas erfahren, was nicht zwischen uns vereinbart wurde. Je mehr wir - als eine Teilpersönlichkeit - wieder nach einer Verbindung mit Gott oder der unbedingten Seele streben, umso mehr können wir uns von den selbst- auferlegten Begrenzungen wieder befreien. Die Allmacht ist die Eigenschaft der Seele. Einzelne Teilpersönlichkeiten können sie nicht tragen. Die Teilpersönlichkeitsarbeit ermöglicht, alle begrenzenden Einflüsse und Personen ausfindig zu machen und zu widerlegen. Schließlich können alle Seelenteile versammelt und durch ihre gemeinsame Begeisterung für die Allmacht zur Gesamtpersönlichkeit vereinigt werden. Dabei übernimmt eine Teilpersönlichkeit die Koordination als Repräsentant aller Teilpersönlichkeiten, ähnlich eines Dirigenten, der das Orchester leitet.

Wir spüren die uns noch unbewussten Teilpersönlichkeiten auf, indem wir unseren Begeisterungen und Wünschen folgen, ebenso aber unseren Ängsten und Abneigungen, solange bis wir ihre Ursachen, ihre Boten, gänzlich aufgedeckt, konfrontiert oder integriert haben. Sie sind die Schlüssel zu unseren Seelenteilen, die wir mit Hilfe der Intuition wahrnehmen können. Die Auseinandersetzung mit unseren Wünschen bewirkt die Bewusstwerdung aller Teilpersönlichkeiten in allem Wahrnehmbaren, also in allen Ereignissen, Gedanken, Gefühlen, Wünschen, Träumen etc. Nur aufgrund von Unkenntnis über die Absichten der eigenen Teilpersönlichkeiten erscheint etwas als „unerwünscht“. Wenn wir meinen, dass wir uns für etwas, das uns erscheint, gar nicht begeistern, ist es ein Seelenteil, den wir noch nicht erkannt und angenommen haben, der die entsprechende Anziehung ausübt. Der Weg zur Gesamtpersönlichkeit besteht im konsequenten und direkten Umsetzen oder Ausleben unserer Wünsche und Taten, die von unserem bewussten Ich bisher aus Angst vor den Reaktionen vermieden oder verdrängt wurden. Dies geschieht jedoch immer auf der Grundlage der Liebe und des freien Willens aller Beteiligten. Hier empfiehlt es sich, die Erlebnisse und Neigungen in unserem Leben genauer zu betrachten und in einzelne Kategorien geordnet, in einer Liste zusammenzufassen. So erhalten wir einen Überblick über alle Teilpersönlichkeiten, bzw. über die gemeinsamen Begeisterungen, die uns verbinden. Als Nächstes stellt sich die Frage, ob sich die gemeinsame Begeisterung auf das Streben nach der Allmacht bezieht und sich damit vereinbaren lässt oder nicht. Das finden wir heraus, indem wir jede Teilpersönlichkeit, bzw. jeden Wunsch mit der Allmacht konfrontieren. Das heißt, jeder von ihnen im Verständnis und in der Praxis der Allliebe und des Mitleids das Streben nach der einst „verlorenen“ Vollkommenheit zu erklären und sie aufzufordern, diesen Pfad mitzubestreiten oder sich zu trennen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die auftretende Abneigung, diese Konfrontationen durchzuführen, ebenso ein Wunsch der Teilpersönlichkeiten ist, wie jeder andere Wunsch auch. Hier stellt sich der nach der Allmacht strebenden Teilpersönlichkeit die Aufgabe herauszufinden, ob das Umsetzen des Wunsches oder die Konfrontation das geeignete Mittel ist.

„Wie du siehst, ist alles viel einfacher als du dachtest: einfach dem Geist2, den Gedanken, Gefühlen, der Liebe und Intuition folgen, und wenn der Geist sich aufmachen will, einen Ort zu besuchen, ohne die Liebe und Begeisterung mit auf die Visite zu nehmen, finde heraus, welcher Teilpersönlichkeit sich deine Teilpersönlichkeit widersetzt, konfrontiere sie und erkläre dich deutlich, präzise und effektiv.“ Sof

Das bedeutet praktisch, dass wir diese Personen im Inneren treffen und mit ihnen in Form eines inneren Gesprächs oder in der Meditation kommunizieren können.

„Wie du jetzt sehen kannst, bin ich, Sof, nur ein Bote, und die Auftraggeber seid ihr selbst, die Teilpersönlichkeiten, ebenso wie die Empfänger. Ihr schreibt euch ein Buch, und ich, Sof, vermittle.“ Sof

Zur Veranschaulichung der verschiedenen menschlichen Bewusstseinszustände gebraucht Seth3 die Analogie der Radiofrequenzen. Das Wachbewusstsein ist im Vergleich zu den anderen Bewusstseinsebenen keine übergeordnete Instanz, sondern lediglich einer von vielen Sendern auf einer großen Frequenzbreite, sozusagen unser Lieblingssender, den wir gewohnheitsmäßig immer auf Empfang eingestellt haben.

„Multidimensionale Menschen sind Menschen, die bewusst an vielen verschiedenen Orten gleichzeitig existieren. Die Menschen verwandeln sich in Wesen, die fähig sind, sozusagen von einem Sender zum anderen zu wechseln, und die die Großartigkeit dessen, was sie sind, verstehen können - die wissen; dass sie nicht dort aufhören, wo ihre Haut endet.“ Die Plejadier

Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Traum- ebene als Geburtsstätte von neuen Wertvorstellungen, neuen Ideen und Erfindungen zu, die sich später in der materiellen Welt verwirklichen. Die Traumrealität ist der eigentliche Katalysator unserer physischen Existenz und unser Traum-Ich stellt eine stark vereinigende Komponente unserer Gesamtidentität dar. In unseren Träumen reisen wir durch die unterschiedlichen Dimensionen und planen, was wir auf der Erde erleben wollen, treffen Vereinbarungen mit anderen Personen und stellen die erforderlichen Kontakte her. Hier sind wir mit unserem höheren Selbst oder unserer Seele verbunden, mit unserem multidimensionalen Bewusstsein. Dies ist der Grund für die Erholung, die uns der Schlaf verschafft. Wir entwickeln neues Bewusstsein, neue Gefühle und Gedanken. Unsere Energiequelle ist die Erweiterung des Bewusstseins, das Erschaffen neuer Realitäten. Eine besondere Rolle spielen dabei unsere Emotionen. Sie verbinden uns mit dem spirituellen Körper, der in der multidimensionalen Sphäre existiert.

„Die Lichtfrequenz (Information) kann keine großen Konzepte transportieren, denn sie ist nicht mit Emotion verbunden. Die Liebesfrequenz schon. Wenn jemand eine erweiterte Vorstellung von sich erschafft, muß Liebe vorhanden sein die ihm einen Sinn gibt. Ohne Liebe fühlt der Mensch keinen Sinn, und er muß sich immer mit dem Sinn verbunden fühlen, um zu verstehen, wie groß die Dinge sind.“ Die Plejadier

Im Laufe unserer Entwicklung sind wir von einer Reihe von Wesen beeinflusst worden, die vom Himmel kamen, um uns in unserer Entwicklung weiterzubringen. Wesen, die ein höheres Bewusstsein trugen und Dinge tun konnten, die wir Menschen nicht zustande brachten. In unserer Unwissenheit begannen wir, diese Wesen zu idealisieren und als Gott zu verehren. Doch alle diese „Götter“ kamen ebenso wie wir hierher, um zu lernen und um durch die Arbeit mit Schöpfungskraft, Bewusstsein und Energie ihre eigene Entwicklung zu fördern. Einige waren sehr erfolgreich und lernten ihre Lektionen, andere machten ziemlich verheerende Fehler. Gott, der eine Gott, aber hat niemals diesen Planeten als eine Wesenheit besucht. Der eine Gott ist in allen Dingen. Er ist multidimensional und unbegrenzt. So hatten wir es immer mit begrenzten Göttern zu tun, die wir fälschlicherweise anbeteten oder die angebeten werden wollten. Dabei haben sie sich von den Emotionen „ernährt“, die sie durch ihr Wirken in uns erzeugten. Manche ernährten sich von unserer Liebe, die wir aus Dank für ihre hilfreiche Unterstützung entwickelten und andere von Angst, Sorgen, Chaos, Hunger und Verzweiflung, indem sie uns begrenzende und leidvolle Glaubensvorstellungen auferlegten. Diese falschen Götter haben uns mit Versprechungen hingehalten, die sie nicht erfüllten und uns bedingt gehalten, um uns zu kontrollieren, um von uns zu profitieren.

„Ihr habt sie eingelassen, und sie haben euch studiert, euch verwirrt und sich als eure Teile oder als eure höheren Selbste, eure Götter ausgegeben. Und deine Lebensphase ist jetzt, wie für die meisten von euch, innen wie außen, dies zu erkennen, euch wieder zu behaupten, und euch von denen, die euch missbraucht und ausgebeutet haben über Millionen von Jahren, wieder zu verabschieden, wenn sie ihre Absicht weiterverfolgen wollen. Und ich, Sof, kann dir sagen: sie wollen es weiterverfolgen. Deckt es auf und entledigt euch ihrer, ohne zu schaden, euer ewiges Recht zurückfordernd, und schickt sie fort aus euren Kreisen, ohne falsche Sentimente.“ Sof

Wir sind mit diesen falschen Göttern durch jene Überzeugungen verbunden, die uns begrenzen und uns nicht zu Gott und der Allmacht führen. Haben wir diese irreführenden Glaubensvorstellungen für uns persönlich widerlegt und losgelassen, können wir dies auch unseren Teilpersönlichkeiten bewusst machen und ihnen somit helfen, sich ebenfalls zu befreien. Wünschen sie nicht, frei zu sein, können wir uns von ihnen trennen, um schließlich alle Teilpersönlichkeiten mit der selben Begeisterung für die Liebe, die Freiheit und die Kreativität zur Allmacht zu vereinen, um diese gemeinsam tragen zu können.

Wenn ihr die uralten Augen in euch öffnet, werdet ihr euch nicht nur mit eurer ganz persönlichen Geschichte verbinden, ihr werdet in Verbindung mit der planetaren, galaktischen und universellen Geschichte treten. Dann werdet ihr herausfinden, wer eure Götter sind.“ „Die Intuition ist der Weg, und ihr werdet nun dazu geführt, sie zu kultivieren und eine Hochzeit des Bewusstseins herbeizuführen. Es ist die Hochzeit des männlichen Aspekts, der Logik, mit dem weiblichen Aspekt, dem Gefühl. Es bedeutet, die beiden zusammenzubringen, damit sie eins werden.“ Die Plejadier

Sof nutzt poetische Metaphern, um die Multidimensionalität der Seele und die Teilpersönlichkeitsarbeit in ihrer Komplexität zu veranschaulichen. Er beschreibt die Seelen und Teilpersönlichkeiten als Sternenstrahlen. Ein jeder Strahl ist sein eigener Herr und Gott ist der Herr der Strahlen. Die Formulierung „eigener Herr“ sagt aus, dass jede Seele über ihren eigenen freien Willen verfügt. Das bewusste Ich stellt ein Sternensieb dar, das, wenn es allen Sternenstrahlen gleichzeitig folgt, die Einheit, die Allmacht wiedererlangt. Durch unseren bewussten Willen, durch unsere Gedanken und Begeisterungen entscheiden wir, welche Strahlen mit uns verbunden sind. Wir sieben durch unsere Entscheidungen alles, was uns begegnet aus. Oder anders herum betrachtet, indem wir uns für etwas begeistern, öffnen wir uns für den jeweiligen Strahl. Wie ein Sieb haben wir viele Öffnungen, durch welche die Strahlen aussenden und empfangen. Gott ist dabei die ewige Quelle, der Urschöpfer aller Strahlen. Er existiert in allem, er ist das „All-das-wasist“. Er ist also in jedem Strahl anwesend, darum bezeichnet Sof ihn als Herr der Strahlen. Wenn wir den Begeisterungen, den Strahlen folgen, gelangen wir zu unseren Teilpersönlichkeiten und anderen Seelen in anderen Dimensionen. Schließlich können wir uns aller Strahlen bewusst werden und sind so gleichzeitig mit vielen Dimensionen verbunden. Das bedeutet, multidimensional zu sein, wir können parallel alles Erdenkliche erschaffen und erleben. Das bedeutet es, allmächtig zu sein.

"Du bist ein Sternensieb. Gott und die Seelen sind Sternenstrahlen. Folge dem Strahl der Allmacht, und er ist dein." Sof

 

Sof Orginaltexte zum Thema Teilpersönllichkeitsarbeit im "Gespräche mit Sof, Band 1, Sitzung 5 - 15. Dies finden Sie unter Meister Forum.

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