Das Neue Zeitalter, Teil 5: Karma existiert nicht!




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Karma existiert NICHT!

Alle Religionen der Welt glauben an Karma, das Schicksal als Gottes Strafe oder die Erbsünde. Doch wie steht es um den freien Willen und die Unbegrenztheit des wahren Selbst in diesen Konzepten? Die Engel und Meister des Neuen Zeitalters vermitteln einheitlich die Botschaft, dass jeder Mensch, ebenso wie sie selbst, eine hohe Wesenheit ist, die sich frei entschieden hat, auf die Erde zu kommen. Sie hält sich hier auf, um durch ihre Arbeit als Mensch die Schwingung des Ganzen zu erhöhen. Dadurch leistet sie für das gesamte Universum einen großen Beitrag. Wo ist da der gefallene Sünder, der verlorene Sohn, der angeblich des Vaters Erbe verschwendet? Wo ist der Egoist, der nur hier ist, um zu genießen und das um jeden Preis? Hier kollidieren bei konsequenter Betrachtung zwei Konzepte, die sich nicht miteinander vereinen lassen. Das eine entspricht der alten Energie und das andere der neuen.

Betrachtung zwei Konzepte, die sich nicht miteinander vereinen lassen. Das eine entspricht der alten Energie und das andere der neuen. Der Begriff „Karma“ ist Jahrtausende alt und wird auch heute im Zuge der New Age Bewegung noch vielfach verwendet. Er stammt ursprünglich aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich „Tat“ oder „Wirken“. In den Veden und den von ihnen abstammenden Religionen bezeichnet er die Wirkungen von Handlungen und Gedanken in moralischer Hinsicht und insbesondere die daraus resultierenden Rückwirkungen auf den Handelnden selbst. Karma wird als ein universell gültiges Gesetz beschrieben, das auf der Kraft Gottes beruht und seiner Kontrolle untersteht. Was immer ein Lebewesen tut, denkt, sagt und fühlt, bewirkt, dass von ihm künftig das Selbe angezogen wird, bis ein Gleichgewicht zwischen Ursache und Wirkung hergestellt ist. Dieses geistige Gesetz steht über allen irdischen Gesetzen und wird eng mit der Wiedergeburtslehre verknüpft, denn Karma kann sich sofort, aber auch erst Inkarnationen später auswirken. Man unterscheidet dabei zwischen Taten, die ‚gutes‘ oder ‚schlechtes‘ Karma erzeugen. Gutes Karma führt zu einer Belohnung, entweder schon im jetzigen oder in einem späteren Leben, bzw. zu einer Wiedergeburt in angenehmeren menschlichen Verhältnissen. Schlechtes Karma bringt eine möglicherweise lange, aber nicht ewig dauernde „Bestrafung“ durch eine Wiedergeburt unter negativen Umständen, zum Beispiel als Tier oder Dämon. Teilweise werden als Orte für Belohnungen und Bestrafungen auch höllische oder himmlische Planeten benannt. Menschen erleben oder „erleiden“ heute, was sie unter Umständen vor Hunderten oder Tausenden von Jahren getan, gedacht, gefühlt oder gewünscht haben. Mit anderen Worten - sie werden heute von ihrer Vergangenheit eingeholt. Kurz gesagt, Karma beschreibt den Vorgang, dass alles, was von einer Person ausgeht, wieder zu ihr zurückkommen wird, wobei gutes wie schlechtes Karma die Folge der Wiedergeburten erzeugt. Das höchste Ziel der Gläubigen ist es, diesem Kreislauf zu entkommen, indem kein Karma mehr erzeugt wird. Karma ist eine Belastung für die Seele, es hindert eine Seele daran, zu Gott zurückfinden zu können, denn es stellt unser Festhalten an der materiellen, vergänglichen Welt dar. Der freie Wille existiert in der Karmalehre nur begrenzt. Der Wille wird als frei beschrieben, aber gleichzeitig ist das Lebewesen nicht allmächtig. Denn Gott allein, als allen Lebewesen innewohnende Kraft, lenkt alle Wege und bestimmt entsprechend ihrer karmischen Situation, wann und wo dieser freie Willensausdruck umgesetzt werden darf. Der Mensch ist frei, doch gleichzeitig durch seine Handlungen an die Bedingtheit dieser Welt gebunden, also frei innerhalb seiner karmischen Gegebenheiten. Nur ein spiritueller Meister kann einem Menschen die schwere Last des Karmas abnehmen, indem er für ihn und seine Taten Verantwortung übernimmt und ihn lehrt, karmafrei und selbstlos zu handeln. Im Christentum ist die Karmalehre heutzutage zwar nicht bekannt, jedoch werden viele Aussagen aus dem Alten Testament in einer ihr entsprechenden Weise interpretiert. Zum Beispiel wird den Worten „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ (Exodus 21:24) oder „Was du säst, das wirst du ernten.“ (Galater 6:7) im Sinne von Ursache und Wirkung die Bedeutung zugemessen, dass jede Tat die entsprechende Reaktion zum Handelnden zurückbringt. Der Mensch wird als gefallener Sünder dargestellt, der Gottes Worte missachtete und so auf die Erde gelangte, wo er leiden und sterben muss. Die Erbsünde lastet auf der Menschheit und Gottes Gnade allein entscheidet darüber, wer wieder befreit wird und zurückkehren darf. Es liegt nicht in der Macht eines einzelnen Menschen, dies selbständig zu erreichen oder einzufordern. Wenn überhaupt ist die Heimkehr nur wenigen Auserwählten, wie Jesus, möglich. Dem einfachen Menschen bleibt nichts weiter, als hart zu arbeiten, Buße zu tun für seine Sünden und zu hoffen, dass er irgendwann durch Gottes grundlose Barmherzigkeit erlöst wird.

In der neuen Energie findet das Wort „Karma“ ebenfalls Verwendung, allerdings mit einer ganz anderen Bedeutung, die den alten Glaubenssatz sogar widerlegt. Karma existiert nicht! Die wahre Natur des Menschen kennt keine Bedingtheit. Alle Ereignisse spiegeln den freien Willen wieder, sind Ausdruck der eigenen schöpferischen Kraft. „Was du säst, das wirst du ernten.“ Der Wille oder der Wunsch (die Saat) kreiert jede Lebenssituation (die Ernte). Es gibt keine Opfer oder Sünder und keinen Gott, der alle Handlungen bewertet und dementsprechend das Schicksal verhängt! Ein wichtiger Aspekt, der die eindimensionale Karmalehre von Ursache und Wirkung widerlegt, ist die Tatsache, dass es Zeit nicht gibt. Die Inkarnationen laufen nicht linear hintereinander ab, sie finden alle zur gleichen Zeit statt. In Wahrheit ist die Seele ein multidimensionales Wesen und besteht aus vielen Teilpersönlichkeiten, die alle parallel in unterschiedlichen Welten oder Dimensionen existieren. Um sich intensiv auf die Erfahrungen in der jeweiligen Dimension zu konzentrieren, identifiziert sich jede Teilpersönlichkeit ganz mit ihrem Dasein und es erscheint jeder so, als sei sie der einzige bewusste Teil ihrer selbst. Tatsächlich stehen aber alle Teilpersönlichkeiten durch das multidimensionale Bewusstsein in ständiger Kommunikation und beeinflussen sich gegenseitig. Die Seele ist sich dabei in allen Realitäten bewusst und lernt durch ihr Wirken. Es gibt kein Endziel, keine Begrenzung, sondern nur die Entfaltung unendlicher Möglichkeiten. Die Seele erweitert ständig ihr Bewusstsein und weist keine festgelegte psychische Struktur auf. „Sie wählt die Formen, je nach dem, was sie ausdrücken möchte; sie gestaltet Umgebungen wie Kulissen und formt Welten nach ihrem Bedarf. Und jede Umgebung, jede Welt, bringt neue Entwicklungen hervor. Sie gestaltet jeden eurer Körper und ist die treibende Kraft hinter eurem Fortbestehen; von ihr stammt alle eure Vitalität. Das Bewusstsein ruht niemals, sondern ist immerfort schöpferisch tätig.“1 Um in der dreidimensionalen Realität wirken zu können, lässt die multidimensionale Wesenheit einen Teil ihrer selbst darin körperlich auftreten. Dann setzt sie in dieser Realität Entwicklungen in Gang, die auf andere Weise nicht möglich wären. Dabei lernt sie die Kunst der Verwirklichung. Sie sucht Wege, um die ihr innewohnende, unerschöpfliche Quelle der Kreativität zum Ausdruck zu bringen. „Es ist daher unrichtig zu vermuten, dass eure Handlungen in diesem Leben von einem früheren Leben verursacht werden oder dass ihr in diesem Leben die Verbrechen eines früheren Lebens abbüßen müsst.“2 Djwhal Khul beschreibt Karma als Entwicklung des Bewusstseins und die Auswirkung dieser Entwicklung auf den Handelnden. Diesen Prozess und dessen Ergebnis beschreibt er mit drei Worten: Verlegung, Umwandlung und Erneuerung. „Eines der Grundgesetze der okkulten Entwicklung und der geistigen Entfaltung lautet: „Wie ein Mensch denkt, so ist er“; und ergänzend kann der orientalische Lehrsatz: „Dem Denken folgt Energie“ als Erklärung hinzugefügt werden. In dem Maß, in dem ein Mensch sein Verlangen ändert, so ändert er sich selbst; wenn sich sein Bewusstsein von einem Ziel abwendet und auf ein anderes richtet, dann wandelt er sich. Das trifft zu auf alle Bereiche und alle Bewusstseinszustände - höhere und niedere.“3 Mit Verlegung ist also gemeint, das bewusste Denken auf ein höheres Ziel zu richten. Dadurch entsteht ein Energiestrom, der dem Schwingungsgrad des höheren Ziels entspricht und eine Umwandlung der Körperhüllen bewirkt. Deren Zustand passt sich dem Denken des Menschen an. „Diese Umwandlung führt schließlich zur Erneuerung, und wir verstehen jetzt die Worte des Paulus: „... Ändert euch also durch Erneuerung des Denkens.“4 Karma im Sinne von Ursache und Wirkung gibt es auch laut Kryon nicht. Alle Lektionen, die ein Mensch durchwandert, sind von gleicher Bedeutung. Das Karma stellt vielmehr die Gesamtheit der bewusst gewählten Lernaufgaben dar. Jeder Mensch wählt vor seiner Geburt seine Lektionen ganz bewusst in sogenannten Planungssitzungen aus. Dies geschieht in Liebe und Weisheit und in Zustimmung mit allen anderen Beteiligten. Tatsächlich finden diese Planungssitzungen sogar fortlaufend statt, mit dem Zweck jederzeit Gelegenheiten erschaffen zu können, den ursprünglichen Plan und damit die Realität zu verändern. Dies wird allein durch den freien Willen ermöglicht, indem die Absicht zur Veränderung bekundet wird. Anfangs erscheint jede Lektion wie eine große schwarze Blase, die mit einer bestimmten Angst gefüllt ist. In Wirklichkeit aber enthält sie eine Belohnung, die erreicht wird, wenn man sich dieser Angst stellt und die Prüfung besteht: die Angst verschwindet für immer aus dem Leben und dem Menschen steht mehr Energie zur Verfügung. Auch die von der Karmalehre suggerierte Vorstellung, dass genau die gegensätzlichen Rollen eingenommen werden, also Gleiches mit Gleichem vergolten wird, trifft nicht zu. Ein Mörder wird nicht zum Ermordeten. Viel wahrscheinlicher wird er sich noch einmal eine ähnliche Gelegenheit erschaffen, um dieses Mal die Möglichkeit zu haben, die Lektion lernen zu können. Hinzu kommt, dass die Person, die einer anderen Leid zufügt, dies mit ihr in Liebe vereinbart hat und ihr damit sogar einen besonderen Dienst erweist. Denn es erfordert mehr Liebe, jemandem eine harte Lektion zu erteilen und den „Feind, den „Bösen“ zu spielen, der in der Regel für seine Unterstützung noch verteufelt wird. Genau betrachtet sind die scheinbar schlechten Erlebnisse jene, die am stärksten zu Veränderungen auffordern und somit Verbesserungen oder Fortschritte bewirken. Auch wenn diese Erfahrungen negativ erscheinen mögen, sind ihre Resultate doch sehr positiv. Selbst die Wiederholung nichtbewältigter Lektionen ist nicht zwingend notwenig, denn sie können durch die Reflektion der vergangenen Ereignisse sogar im Nachhinein verstanden und gelöst werden. Und bereits gemeisterte Erfahrungen wiederholen sich sowieso nicht. Wo läge auch der Sinn darin? In diesem Zusammenhang erweist sich das Verständnis über die Bedeutung und Wirkungsweise der Teilpersönlichkeiten als sehr hilfreich. Gelingt es, dieses Konzept nachzuvollziehen, fällt die Karmalehre zusammen und es bleibt nur noch die Erinnerung an ein altes Gesetz, das, wie so viele, geschaffen wurde, um die Menschen zu kontrollieren und zu benutzen, indem man sie an der Entfaltung ihres wahren Potentials hindert. „Die Wahrheit an dieser Stelle ist, dass das „Karma“ nicht aufgelöst werden muss, sondern in Wahrheit für niemanden wirklich existiert, und dass das Beschreiten des spirituellen Pfades lediglich die Entscheidung zur Wiedererlangung der Vollkommenheit und der Allmacht ist, die nicht als „besser“, „reiner“, „karmafrei“ etc. zu betrachten ist, sondern einfach nur eine Erfahrungsmöglichkeit von unendlich vielen Erfahrungsmöglichkeiten darstellt.“ („Gespräche mit Sof“ Band III, Sitzung 37) Auf der Grundlage des freien Willens erschafft sich jede Person, mit Hilfe des Denkens oder der Einbildungskraft, ihre Realität selbst und alles, was darin geschieht. Das Bewusstsein der Seele ist auf verschiedene Teilpersönlichkeiten aufgeteilt und es kann noch beliebig weiter aufgeteilt werden. Ebenso können sich die Teile jederzeit wieder miteinander verbinden, auch wenn sie es vorher noch nie waren. Dies ist in unbegrenztem Maß und in den unterschiedlichsten Formen und Graden möglich. Das Verbindungsglied stellt immer die gemeinsame Begeisterung und dementsprechende Vereinbarungen für eine bestimmte Sache oder ein bestimmtes Thema dar. Obwohl auf diese Weise für jede Person zwischen allem Wahrnehmbaren eine direkte, enge Beziehung besteht, sind es von ihr getrennte Persönlichkeiten, die an ihren Erfahrungen teilhaben, sie mitgestalten und die teilweise auch ein ganz anderes oder erweitertes Bewusstsein tragen, das sie mit ihr austauschen oder auch gegen sie ausspielen. Dabei entspringt immer alles gemeinsamen Absprachen, die aus verschiedensten Gründen ihrem Bewusstsein verborgen bleiben, solange dies zum Erfüllen des gemeinsam erschaffenen Plans nötig ist. Entspringt ein Geschehen nicht bewusst dem Willen des Menschen, dann teilt er unbewusst diese Begeisterung mit einer entsprechenden Teilpersönlichkeit, die diese Situation kreiert oder eben das Gewünschte verhindert. Wenn sich zum Beispiel zwei Menschen kennen lernen, dann ist dies nur möglich, weil die Gesamtheit ihrer Teilpersönlichkeiten, der Begegnung zugestimmt haben. Das bedeutet, jeder Mensch oder jede Person kann sich in Zusammenarbeit mit all seinen Teilpersönlichkeiten seine eigene Realität kreieren. Verfolgt man diesen Gedanken konsequent weiter, wird klar, dass jede beliebe Tat spontan möglich ist und keine „Folgen“ oder kein „Karma“ zu „befürchten“ sind, da es auch nur völlig unabhängige Vereinbarungen aller Beteiligten sind, die ohnehin stattfinden werden! Es ist nicht möglich, dass ein Mensch eine „Reaktion“ auf seine Taten erfährt, die nicht vereinbart wurde. So besteht das angebliche Gesetz von Ursache und Wirkung in Wahrheit nur aus den Launen der Menschen, auf die sie sich gegenseitig einlassen. Karma muss produziert werden und existiert nur als weitere „gemeinsam“ kreierte Handlung, wie alles andere auch. Es wird durch die eigenen Teilpersönlichkeiten erzeugt, weil man selbst daran glaubt und die Teilpersönlichkeiten diese „Reaktion“ zulassen. Ganz gleich, wie intensiv sich jemand für eine andere Person Karma wünschen mag oder erschaffen will, wenn diese es zusammen mit all ihren Teilpersönlichkeiten nicht annimmt, wird es kein Karma geben. Wer will, kann sich also diesem „Launenspiel“ durch die Zusammenarbeit mit all seinen Teilpersönlichkeiten entziehen und befreit sich dadurch 100% von allen „Überraschungen“. Denn nur aufgrund von Unkenntnis über die Absichten der eigenen Teilpersönlichkeiten erscheint etwas „unerwünscht“. Die Lösung liegt in der bewussten Wiederverbindung mit allen Teilpersönlichkeiten zur Gesamtpersönlichkeit, woraus schließlich das Wiedererlangen der scheinbar verloren gegangenen Allmacht resultiert. Wählt eine der Teilpersönlichkeit die Allmacht als Ziel, besteht ihr Weg zur Gesamtpersönlichkeit im konsequenten und direkten Umsetzen oder Ausleben der Wünsche und Taten, die bisher von dem bewussten Ich aus Angst vor den Reaktionen vermieden, bzw. verdrängt wurden. Die ständige Auseinandersetzung mit diesen Wünschen bewirkt die Bewusstwerdung aller Teilpersönlichkeiten in allen Ereignissen, Gedanken, Gefühlen, Wünschen, Träumen etc. Mit Hilfe der Intuition können die anderen Teilpersönlichkeiten wahrgenommen werden und alle miteinander kooperieren. Dann liegt die Aufgabe der nach der Allmacht und der Liebe strebenden Teilpersönlichkeit darin, jede andere Teilpersönlichkeit, bzw. jeden Wunsch mit der Allmacht zu konfrontieren. Das heißt, jeder von ihnen im Verständnis und der Praxis der Allliebe und des Mitleids, das Streben nach der einst „verlorenen“ Vollkommenheit zu erklären und sie aufzufordern, diesen Pfad mitzubestreiten oder sich zu trennen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die auftretende Abneigung, diese Konfrontationen durchzuführen, ebenso ein Wunsch der Teilpersönlichkeiten ist, wie jeder andere auch. Hier stellt sich dem nach der Allmacht Strebenden die Herausforderung, die Balance zu finden zwischen dem Überwinden dieser Abneigung, um den Teilpersönlichkeiten näher zu kommen, auf der einen Seite und die Intuition richtig zu deuten und dementsprechend zu handeln auf der anderen Seite. Ein ähnlicher Konflikt besteht zwischen einigen Wünschen und der Angst auf die daraus resultierenden „Reaktionen“ von Seiten der „Gegner“, der Gesellschaft oder vom „Gottesgericht“. Denn allen Bildern und Wünschen zu folgen und alle Mittel und Möglichkeiten zu nutzen, führt scheinbar zurück in die Kriminalität und die Verrücktheit. Obwohl dies nun im Einklang mit der Weisheit steht und nicht aus niederen Motiven geschieht, ist die heutige Gesellschaft noch nicht in der Lage, zwischen diesen beiden entscheidenden Charaktereigenschaften zu differenzieren und verurteilt sie gleichermaßen. Deshalb sind für den korrekten Umgang mit dieser Situation das Handhaben der Intuition und der Kontakt zu den Teilpersönlichkeiten und der Gesamtpersönlichkeit, dem höheren Selbst, der Seele und Gott besonders wichtig. Die Analyse der öffentlichen und traditionellen Überzeugungen führt schließlich zu der Erkenntnis, dass das Befolgen der Gesetze oder religiöser Vorschriften, sowie die „Karma-Befreiung“ durch die Verbindung mit dem spirituellen Meister häufig nur Machtmittel zum Missbrauch der Menschen sind. So stellt zum Beispiel die Beziehung zu einem Meister die individuelle Entscheidung der Teilpersönlichkeiten dar, den Weg mit einem Begleiter zu gehen, was aber nicht zwingend notwendig ist, um die Allmacht wieder zu erreichen. Die Unterstützung kann auch aus dem Inneren erfolgen durch den Kontakt zur eigenen Seele oder zur Stimme Gottes.

Diese Analyse und Widerlegung der Karmalehre ist revolutionär. Viele Tausende Jahre wurde den Menschen dieses Wissen vorenthalten, um sie zu kontrollieren und auszunutzen. Denn jeder, der diese Informationen begreift und umsetzt, wird wieder ein absolut selbstbestimmtes Wesen und entzieht sich gänzlich dieser Kontrolle. Es sind nicht nur Menschen aus den Bereichen Politik, Religion und Wirtschaft oder organisierter Kriminalität, die sich auf diese Weise unrechtmäßig bereichern, sondern auch „falsche Götter“, die der Menschheit das Karma, die Erbsünde und viele andere Bedingtheiten als Glaubenssätze auferlegten. Diese feinstofflichen Wesen haben sich als Engel, Götter oder sogar Gott selbst ausgegeben und die Hoffnung und Sehnsucht der nach Liebe strebenden Menschen missbraucht. Sie leben energetisch von den negativen Emotionen, die sie in den Menschen erzeugen, und von den Ehrerbietungen, die ihnen dargebracht werden. Das ist in etwa vergleichbar mit dem menschlichen Verhalten, andere zu unterdrücken oder zu erniedrigen, um sich selber besser oder erhaben zu fühlen. Durch die Arbeit mit den Teilpersönlichkeiten können alle begrenzenden Einflüsse und Personen ausfindig gemacht und widerlegt werden. In Wirklichkeit ist, was jeder sich selbst erschafft. Karma existiert nicht!

Quellen: Als Grundlage für diesen Artikel diente die 37. Sitzung aus „Gespräche mit Sof, Band 3“ Lee Carroll: „Kryon, Band 2: Denke nicht wie ein Mensch“, Heyne 2002 Jane Roberts: „Seth - Die Frühen Sitzungen“ Band 3, Seth Verlag, Sempach 2002 1 Jane Roberts: „Gespräche mit Seth“ Goldmann, München 1979, 89. Sitzung 2 Jane Roberts: „Gespräche mit Seth“ Goldmann, München 1979, 521. Sitzung 3,4 Alice A. Bailey: „Eine Abhandlung über Kosmisches Feuer“ Lucis Trust Asso- ciation, Genf 1992

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