Das Neue Zeitalter, Teil 3: Was ist Channeln?




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Was ist Channeln

Sprachlich stammt das Wort “Channel“ aus dem Englischen und heißt “Kanal“. Channeln bedeutet also, eine Verbindung herzustellen und durch diesen Kanal Informationen fließen zu lassen. Eigentlich ist uns dieser Vorgang sehr vertraut, denken wir nur einmal an unsere Radios, das Fernsehen, Mobiltelefone oder das Internet. Es wird gesendet und empfangen, ohne dass wir mit unseren Sinnen die Datenübertragung mitverfolgen können. Oder haben Sie schon einmal Radiowellen gesehen? Im Neuen Zeitalter ist “channeln“ der anerkannte Begriff für etwas, von dem schon die Bibel berichtet. Göttliche, inspirierte Worte (oder Energien) werden an einen Menschen übermittelt. Vielen von uns erscheint es heute jedoch befremdlich, dass die Informationen zunehmend von ganz gewöhnlichen Personen weiter gegeben werden und nicht von “autorisierten“ Gottesmännern. Betrachten wir die Briefe im Neuen Testament. Sie gelten als die heiligen Worte Gottes. Doch handelt es sich um Briefe eines gewöhnlichen Mannes an seine Freunde in mehreren Städten. Die meisten Heiligen Schriften, also alle Religionsinhalte, wurden gechannelt und auch viele Kunstwerke und Musikstücke entspringen der Sensitivität für das Wahrnehmen der göttlichen Mitteilungen. Wir nennen dies auch Vision. Gott hat nicht aufgehört, mit den Menschen zu sprechen. Wir alle können mit Gott kommunizieren, wir alle tragen diese Fähigkeit und das Potenzial dazu in uns. Es ist keine seltene Gabe. Im eigentlichen Sinne ist die Bezeichnung “Channeling“ sogar etwas unzureichend. Es erweckt den Eindruck eines einseitigen Informationsflusses. Tatsächlich findet jedoch ein Austausch, ein Unterhaltung statt. Die Sensitivität kommt durch unsere normale und natürliche Entfaltung zustande und läuft parallel mit der geistigen Entwicklung. Wenn wir unsere Seelenqualitäten zu zeigen beginnen, wenn der göttliche Aspekt von uns Besitz ergreift und unser ganzes Leben beeinflusst, dann entwickelt sich automatisch die höhere Sensitivität. Wir werden zu einem Magneten für Ideen und Vorstellungen und erschließen uns mehr und mehr Zugang zu Spirit, zum Göttlichen Plan und nehmen letztlich das große planetarische Vorhaben wahr. Dazu gehört keine Anstrengung oder Arbeit, es macht keine Mühe, diesen Vorgang zu erlernen. Die Impressionen “fallen“ in unser Bewusstsein, weil wir sie durch unser Bewusstsein anziehen, durch unsere Konzentration auf Spirit im gesamten Leben. Es beginnt in dem Augenblick, da wir den Kontakt mit unserer Seele hergestellt haben. Unsere Sensitivität nimmt mit der Häufigkeit unserer Kontakte zu, bis diese zu einem gewohnheitsmäßigen Bewusstseinszustand wird. Dann stehen wir nach Belieben und zu jeder Zeit mit Spirit in Verbindung.

Viele Channeler berichten davon, dass der erste Kontakt lange vor ihrer ersten Sitzung hergestellt wurde. Häufig ohne dass es ihnen zu dem Zeitpunkt überhaupt bewusst gewesen wäre, zum Beispiel hatten sie plötzlich einfach neuartige Gedankengänge. Die Aufgabe der Wesenheiten, Meister oder Engel besteht oftmals darin, die Person im Vorfeld auf die eine oder andere Weise zu schulen als Vorbereitung für die ernsthafte Arbeit, die mit den öffentlichen Sitzungen beginnt. Zwischen unserer Umwelt und der anderen Seite des Schleiers gibt es keinen Zwischenraum, und keine physischen Grenzen trennen uns voneinander. Nur riesige Distanzen psychologischer und psychischer Natur trennen uns von der anderen Realität. Das Medium ist in einem gewissen Grad der Mittler zwischen beiden Welten. Es gibt Kanäle durch Raum und Zeit, durch die wir reisen können, und in Träumen waren wir alle schon oft dort. Dabei handelt es sich nicht um Straßen oder Autobahnen, sondern nur um die Inszenierung psychologischer Schauspiele. Während des Channelings entsteht eine Verbindungs-Persönlichkeit, die sich aus einem gemischten Selbst zusammensetzt - der Mensch und die Wesenheit treffen und verbinden sich, um eine Persönlichkeit zu bilden, die in Wahrheit keiner von beiden ist, sondern eine neue, die zwischen den Dimensionen existiert. Ihre wahren Identitäten existieren jenseits davon. In Wirklichkeit sind wir multidimensionale Wesen und unser Kern ist die Liebe Gottes. So gehört der Channeler meistens derselben Wesenheit oder allumfassenden Identität an, wie die Person, die er channelt und deshalb gibt es, symbolisch gesprochen, mediale Ströme, die sie verbinden. Diese münden alle in etwas, was oft das ‘Meer des Bewusstseins‘ genannt worden ist, ein Urquell, dem alle Wirklichkeit entspringt, Spirit oder Gott. Mit einer Bewusstseinsform haben wir daher theoretisch alle andern auch. Durch das Medium sind die Wesen von der anderen Seite des Schleiers der Natur und Situation unserer Welt gewahr und bieten uns von ihrem Blickpunkt aus Informationen an, die uns helfen sollen.

Bei der Flut von Channelings, die mittlerweile existieren und veröffentlicht werden, kommt die Frage auf, wie wir prüfen können, welche davon “echt“ oder “rein“ sind und welche eventuell nur abgeschrieben oder mit den bedingten Sichtweisen des Channelers vermischt sind, bzw. dort sogar Wesen sprechen, die uns in die Irre führen wollen? Es gibt keine Kontrollinstanz, wir müssen selbst herausfinden, welche Botschaften “okay“ sind, indem wir uns auf unser Gefühl, unsere Intuition verlassen. Doch einige Grundlagen für ein korrektes Channeling können ganz klar benannt werden, sowie einige Hinweise, die zu beachten empfehlenswert ist. Entscheidend für die korrekte, unverfärbte Übermittlung der Botschaft ist die reine Absicht. Die Verantwortung eines wahren Mediums ist ehrfurchtgebietend. Deshalb ist es ratsam, sich beim Lesen eines Channelings zu fragen: Welche Absicht hat der Mensch, der spricht? Welches Motiv treibt ihn? Was will er bewirken? Ist Stolz oder ein menschlicher Plan damit verbunden? Sind eigennützige Ziele zu erkennen? Göttliche Worte zu channeln, heißt, Liebe zu vermitteln. Lieben bedeutet, frei zu sein von Stolz. Die wahren Botschaften sind immer mit Liebe erfüllt, nie mit Angst, und vermitteln uns ein Gefühl von Zuhause, wir “erkennen“ die Energie als vertraut. Es wird nie etwas vermittelt oder zu tun verlangt, dass uns verletzt oder ein schlechtes Gefühl erzeugt. Die Worte sind inspirierend und richten sich immer an alle Menschen, niemand wird ausgeschlossen. Die Liebe kennt keine Trennung, sie verbindet. Von uns darf in keiner Weise eine Eingrenzung oder Abgabe unseres freien Willens gefordert werden. Liebe existiert nur in Freiheit, ohne die Freiheit wäre es ein Zwang, Gewalt, und kann nie zum Ziel, zu Gott, führen, sondern nur in Abhängigkeit. Der einzige Sinn von Channelings ist die Übermittlung neuer Informationen, die spirituelle Lösungen für die Probleme des Lebens auf der Erde bieten. Wenn es sich ausschließlich um alte Informationen handelt, die bereits aus anderen Channelings bekannt sind, sollten diese nicht genutzt werden. Zum Schluss möchte ich noch eines mit auf den Weg geben: Es ist hilft uns nicht weiter, ständig zu versuchen, herauszufinden, wer spricht, wer diese Person “von hinter dem Schleier“ nun genau ist. Entscheidend sind die Botschaften und die Liebe, die vermittelt werden. Manche Menschen channeln auch aus ihrem eigenen spirituellen Zentrum. Unser Kern ist die Liebe Gottes, der natürlicherweise in der Lage ist, uns Botschaften zu übermitteln!

 

[AO]

 

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