Das Neue Zeitalter, Teil 2: Von der Entscheidung




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Von der Entscheidung

Im Teil 1 haben wir das Neue Zeitalter und die Bedeutung der Neuen Energie erörtert. Bei der Fülle an Informationen stellt sich vermutlich vielen Lesern die Frage: Was hat das für mich persönlich zu bedeuten? Wie kann ich das praktisch angehen? Womit fange ich am besten an?

Diesen Fragen sollte eine bewusste Entscheidung vorausgehen: Möchte ich mein Leben, meine Realität verändern, verbessern? Etwas Neues zu beginnen, bedeutet auch immer, Altes loszulassen, und einen Sprung ins “Ungewisse“ zu wagen. Bin ich bereit, alte Gewohnheiten, die mir, wenn auch fälschlicherweise, ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, abzulegen und neue Denk- und Verhaltensweisen zu erarbeiten und anzunehmen? Wir alle wissen, wie schwierig sich bisher oftmals umsetzte, was so einfach klingt: “loslassen“. Unabhängig von den Lehren, den Meistern, den Engeln und ihren Botschaften, unabhängig davon, was mein soziales Umfeld davon hält, bin ich bereit, mich auf den Weg zu machen? Das Abenteuer zu beginnen, mich und Gott neu bzw. wieder zu entdecken?

Es geht um eine Bewusstseinsanhebung, darum eine neue Realität zu verstehen und zu erleben. Wir sind in der Lage zu wissen und zu lernen - Weisheit zu haben und die Dinge zu verstehen, die nicht verstanden werden können -, das Unbegreifbare zu ergreifen, und Begriffe zu erfassen, die nicht ausgedrückt werden können. Es geht in eine Dimension, die bisher unbekannt war. Und das allein durch unsere Entscheidung!

Ein grundlegendes Verständnis von der Art der Schulung und die richtige Herangehensweise an diese Lebensentscheidung vermittelte der Meister Djwhal Khul bereits 1943: “Ich will euch lehren. Ob ihr aus der Lehre Nutzen zieht, das ist gänzlich eure eigene Angelegenheit; das ist etwas, was die Jünger des Neuen Zeitalters lernen müssen. Es gibt keinen okkulten Gehorsam in dem Sinn, wie es gewöhnlich durch die gegenwärtigen okkulten Schulen gelehrt wird. In alten Zeiten verlangte der Meister im Osten von seinem Jünger jenen unbedingten Gehorsam, was den Meister tatsächlich verantwortlich machte, und das Schicksal oder das Karma des Jüngers auf seine Schultern lud. Dieser Zustand besteht nicht mehr. Das intellektuelle Prinzip im Individuum ist jetzt zu weit entwickelt, um eine solche Erwartung zu rechtfertigen. Diese Bedingung gilt nicht mehr. Im kommenden neuen Zeitalter ist der Meister dafür verantwortlich, eine Gelegenheit anzubieten und die Wahrheit richtig zu verkünden, aber für nichts weiter. In diesen aufgeklärteren Tagen wird keine solche Stellung mehr vom Lehrer übernommen, und ich übernehme sie auch nicht. Ich werde mit Offenheit sprechen. Ich kenne meine Jünger, denn kein Jünger wird ohne gründliche Erwägung durch den Lehrer in seinen Ashram aufgenommen. Ich werde dasjenige, was erfasst werden sollte, mit Fingerzeigen und Symbolen übermitteln und es wird von denjenigen unter meinen Jüngern, die das geöffnete innere Ohr und wahre Demut haben, bemerkt und verstanden werden.“ “Dies ist auch für mich ein Experiment, denn diejenigen unter uns, die Mitglieder eines gewissen Grades der Hierarchie sind, ändern notwendigerweise die alten Methoden und passen diese den neueren Umständen und dem Vormarsch der Evolution an. Viele erprobte (engl.: tried) Jünger und Aspiranten (hätte ich “ermüdete“ (tired) sagen sollen, mein Bruder, denn ich vermute, dass beide Worte der Wahrheit entsprechen?) sollen Experimenten unterworfen werden, welche die Anwendung der alten Regeln auf moderne Art und Weise notwendig machen. Die friedlichen Zeitabschnitte der früheren Epochen dienten in besonderem Maß der Entwicklung der Jünger. Die “chitta“ (oder das Denkmaterial, wie Patanjali es in seinen berühmten Richtlinien nennt), war weder so hoch entwickelt, noch war es mit so viel Gedanken angereichert oder potentiell so erleuchtet. Heutzutage ist Wissen weit verbreitet und viele, viele Menschen denken bereits ihre eigenen Gedanken. Das Material für Jüngerschaft, mit dem die Meister fertig werden müssen und der Menschentyp, der entwickelt und der Erleuchtung entgegengeführt werden soll, ist von höherer Qualität und höherem Rang, wenn ich einen so ungewöhnlichen Ausdruck gebrauchen darf. Der Versuch, die Methoden zu ändern und die neue Technik der Gruppenarbeit durchzuführen, muss gleichfalls inmitten des Drucks und der Überanstrengung der westlichen Zivilisation durchgeführt werden. Dies auferlegt allen, die für diese Arbeit ausgewählt worden sind, eine ungebührliche Anstrengung; wenn es aber möglich ist, fortzufahren und zum Erfolg führt, dann läutert es das Material zu einem feineren Grad der Macht. Wie es gesagt worden ist: “Die Dschungel des Abendlandes sind anderer Art, als diejenigen innerhalb der östlichen Zone.“ Sie verlangen Frieden inmitten des Tumults, Kraft inmitten der Ermattung, Ausdauer trotz schlechter Gesundheit, Verständnis in allem Lärm des westlichen Lebens. Fortschritt wird daher trotz und nicht infolge bestehender Umstände erreicht. Für diese Art von Jüngern, wie ich sie jetzt zu lehren versuche, gibt es kein Zurückziehen von der Welt. Es gibt keinen Zustand physischen Friedens und der Ruhe, in dem die Seele angerufen werden kann und der es erlaubt, jene in ihren Ergebnissen gewaltige Arbeit zu leisten, welche in der Stille des Schweigens und der Ruhe des vollständigen Losgelöstseins von allem körperlichen oder gefühlsmäßigen Verlangen - was der Hindu Samadhi nennt, erreicht werden kann. Die Arbeit muss inmitten des Lärms vorwärts gehen. Der Zustand des Friedens muss inmitten des Aufruhrs gefunden werden. Weisheit muss mitten im intellektuellen Tumult erlangt werden und die Zusammenarbeit mit der Hierarchie auf der inneren Seite des Lebens muss inmitten des verheerenden Getöses des modernen Lebens in den großen Städten vor sich gehen. Solcherart ist euer Problem und so ist mein Problem, wenn ich euch zu helfen suche.“ (Alice A. Bailey: “Jüngerschaft im Neuen Zeitalter - Band 1“, Genf 1974, Lucis Trust Verlag, S.23-25)

“Wir stehen zusammen in einem geistigen Unternehmen. Ihr habt alle freiwillig und ohne Drängen eure Bereitschaft, in ein intensiveres geistiges Leben hineinzugehen, zum Ausdruck gebracht. Dies müsst ihr in der Freiheit eurer eigenen Seele und durch die Kraft eures eigenen Intellektes tun. Ihr werdet solche Unterweisungen befolgen, die euch annehmbar und richtig erscheinen, aber wenn ihr euch dafür entscheidet, dann werdet ihr versuchen den Anforderungen mit Genauigkeit zu entsprechen. Ihr werdet die Anforderungen, die von Zeit zu Zeit von mir gestellt werden, analysieren und in Frage stellen und ihr werdet sie nicht wörtlich auffassen. Sprache ist stets ein Hindernis und wirkt begrenzend. Ihr werdet in eurer Arbeit auch durch Gesundheit und Umstände geleitet werden und werdet euch stets daran erinnern, dass Meister durch Erlangung der Meisterschaft zum Meister werden, und nicht dadurch, dass sie irgendjemandem gehorchen.“ (Alice A. Bailey: “Jüngerschaft im Neuen Zeitalter - Band 1“, Genf 1974, Lucis Trust Verlag, S.27)

“Es ist von Wichtigkeit, dass ihr euch darüber klar seid, dass sich heute etwas Neues ereignet. Ein neues Naturreich tritt in Erscheinung, das fünfte Reich; dies ist das Reich Gottes auf Erden oder das Reich der Seelen. Es ist im Begriff auf der Erde verwirklicht zu werden und wird aus Menschen bestehen, die gruppenbewusst werden und in Gruppenformation arbeiten können. Dies wird deshalb möglich sein, weil diese Menschen eine selbst herbeigeführte Vollkommenheit erlangt haben (wenn sie ihrer Natur nach auch relativ ist) und mit gewissen, in der Gruppe gewonnenen Bewusstseinserweiterungen identifiziert sein werden. Es wird auch deshalb geschehen, weil sie Liebe für ihre Mitmenschen erlangt haben, geradeso wie sie sich in der Vergangenheit selbst geliebt haben. Werdet euch in Gedanken ganz klar hierüber, meine Brü(Alice A. Bailey: “Jüngerschaft im Neuen Zeitalter - Band 1“, Genf 1974, Lucis Trust Verlag, S.21)der, und begreift, wenn möglich, die volle Bedeutung dieses letzten Satzes.“

In der heutigen Zeit bringt uns Kryon die Botschaft, dass unsere gesamte Existenz auf der Erde einen einzigen Grund hat: Wir befinden uns hier in Schulung, mit der Absicht die Schwingung des Ganzen zu erhöhen. Die Anstrengungen und Bemühungen jedes einzelnen von uns erzeugen Energie und bewirken eine Anhebung des Bewusstseins der Erde. Es ist das Zeitalter der Verantwortung oder der Erleuchtung. Es ist die Zeit, in der wir endgültig die Verantwortung übernehmen: “Die Menschen suchten zu allen Zeiten Gott. Das ist ganz einfach ein Ausdruck des Heimwehs und spiegelt Eure fehlende Kommunikations-Verbindung während Eurer Schulungszeit. Es ist ein grundlegendes zelluläres Bedürfnis, und es ist global.“ (Lee Carroll: “Kryon - Das Zeiten-Ende“, München 2001, Heyne Verlag, 4. Auflage, S.36)

Aufgrund der von uns verursachten, intensiven Schwin- gungserhöhung in den letzten Jahrzehnten sind uns jetzt Möglichkeiten zugänglich, deren wir uns vorher nicht bewusst waren, und die eine Beschleunigung unserer geistigen Entwicklung ermöglichen. Wir haben die Kraft und die Macht über alle Bedingtheiten, alle Lektionen hinweg zu springen und direkt an einem Platz der Neutralität zu landen. Die Dualität löst sich auf, unsere Schulung ist somit abgeschlossen und wir können den Planeten verlassen. Wir behalten die Teile von uns, die wir als die besten Teile unseres Lebens wahrnehmen und verändern alles an uns, wie wir es wünschen. Darin liegt die Kraft und Macht. Wir haben jetzt direkten Zugang zur einzigartigen Liebes-Kraft-Quelle. Wie Djwhal Khul betont Kryon ebenfalls die Bedeutung der Entwicklung des Gruppenbewusstseins: Er selbst ist eine Gruppe, nicht eine einzelne Person und genauso wenig beschränkt sich unsere Person nur auf das, was wir sehen können. Wir sind immer von Engeln, Helfern und vielen mehr umgeben, mit denen wir eine Gruppe bilden. Es gibt keine Trennung, keine Einsamkeit, kein Alleinsein, es erscheint uns nur so, solange wir nicht unsere Augen für die weiteren Dimensionen geöffnet haben. “Wir sind alle miteinander verbunden. Wir sind das große ICH BIN, wie Eure Schriften Gott nennen. Wenn ich in meiner Botschaft sage: ’Ich Bin Kryon’, dann teile ich mit dieser Aussage mit, zu dem großen Ganzen zu gehören und meine Signatur ist Kryon. Wir sind Gott. Du bist ein Teil Gottes, und Du hast die Kraft und Macht, Dich auf Deiner Seite des Schleiers bis zu jener Stufe hoch zu entwickeln, auf der Du warst, bevor Du zur Erde gekommen bist... und: Du bist grenzenlos geliebt. Jeder von Euch ist eine eigene hohe Wesenheit, die, noch bevor sie auf der Erde ankam, zustimmte, genau da zu sein, wo sie jetzt ist. Wir alle zusammen sind eine geistige Gemeinschaft, auch während Ihr auf der Erde seid und die Wahrheit vor Euch verborgen ist. Obwohl wir eine Gemeinschaft vieler sind, ist LIEBE unsere all-einige Urquelle, der Fokus. Das mag verwirrend erscheinen, doch nehmt es als Tatsache von höchster Bedeutung, weil es für Eure jetzige Zeit etwas besonderes ist, was es zu verstehen gilt.“ „Die einzige Urquelle ist die Liebe; sie ist der Quell von Kraft und Macht.“ (Lee Carroll: “Kryon - Das Zeiten-Ende“, München 2001, Heyne Verlag, 4. Auflage, S.28)

 

[AO]

 

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