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Interview mit Lee Carroll

in Frankreich, Pont-à-Mousson

Sonntag, den 9.5.2004

Wir haben für Terasof die Abkürzung „TS“ und für Lee Carroll seine Initialen „LC“ verwendet. Der US-Amerikaner Lee Carroll channelt seit 1989 den Engel Kryon. Nähere Informationen sind in der Terasof Ausgabe Februar 2004 , unter www.terasof.de oder www.kryon.de veröffentlicht.

TS: Durch deine Arbeit mit Kryon, erreichst du Menschen auf der ganzen Welt und hilfst ihnen, spirituellen Fortschritt zu machen. Machst du auch Sachen, - außer Channeln - um deine eigene persönliche, spirituelle Entwicklung zu fördern, wie zum Beispiel Meditation?

LC: Für meine eigene spirituelle Entwicklung mache ich nichts anderes als das, was in den Kryon Bücher steht. Was ich versuche, ist, meine DNS zu verändern. Das heißt, das Altern umzukehren, was sehr wichtig ist. Das ist wahrscheinlich nichts, worüber ihr gerade nachdenkt. Doch jeder Mensch, ganz gleich wie alt er ist, hat die Möglichkeit, dies zu tun. Mittlerweile habe ich sogar Beweise in meinem Blut. Bestimmte chemischen Untersuchungen - wie zum Beispiel Homocystien - ergaben, dass mein Blut einem Alter von 39 Jahren entspricht! Das alles ist Teil dessen, was ich unterrichte. Heute im Alter von 60 Jahren habe ich viel mehr Lebenskraft, als ich mit 40 hatte! Das wird für euch sicher erst später interessant, weil ihr momentan unendliche Energie habt, aber genau das ist es, wonach ich strebe. Das ist, wie Kryon mir sagte, was ich tun könnte in Bezug auf das, worüber wir gestern sprachen, ein Wort, das im Französischen nicht einmal existiert: Meisterschaft.

TS: Es existiert nicht?

LC: Ja, in der französischen Sprache existiert es nicht. Die Dolmetscherin hatte Schwierigkeiten „Meisterschaft“ zu übersetzen. Doch lasst uns, dieses spezielle Attribut genauer betrachten. Kryon sagte gestern, überall, wohin wir laufen, glühen wir. Es ist fast so, als ob wir eine Blase mit uns tragen, die ein heiliger Ort ist. Sie ist ein Heiligtum, das wir ständig mit uns herumtragen. So empfinde ich es auch. Dieses Gefühl hilft mir, an Orten, an denen viel Verwirrung, viele Dramen und Sprachen exis-tieren. Egal, wo ich hingehe, ich nehme meinen eigenen Frieden mit. Das bedeutet Meisterschaft. Meine Meditation hat keinen strukturierten Plan. Ich begebe mich, zu jeder Zeit, die mir gefällt, in tiefe Meditation, in einem Flugzeug, am Flughafen, in meinem Zimmer etc. Meine bevorzugte Zeit ist kurz vor dem Einschlafen, wenn sich der Körper sowieso auf das Ausruhen einstellt, dann ist die Meditation am produktivsten. Es muss auch nicht lang sein, ich praktiziere es eine Stunde oder eine halbe Stunde lang. Doch es können auch nur sieben Minuten sein und es erscheint mir, als ob ich eine sehr lange Zeit dort gewesen wäre. Ich habe keine feste Struktur, aber ich mache es. Hilft euch das weiter?

TS: Perfekt.

LC: Oh übrigens, was das Physische betrifft. Kryon hat ein Channeling über Selbstwert gegeben (Selbstwert, Kryon Live-Channeling - Del Mar, Kalifornien, 30. August 2003) ... Einer der Hauptpunkte für die Erschaffung des Selbstwertgefühls ist Bewegung (bzw. Sport). Das überraschte mich. Was hat körperliche Vitalität mit meinem Selbstwert zu tun? Kryon sagte, Bewegung ernährt die Zellen. Es geht darum, den eigenen Körper mit zusätzlichem Sauerstoff zu versorgen, um neue Teile des Denkens verstärken zu können. Das hat mich überrascht und es gab so viele Leute, die dazu „Oh nein! ...“ sagten.

TS: Treibst du Sport?

LC: Na ja, zu Hause, aber ich bin nicht sehr oft dort.

TS: Neben Channelings und Reisen, woraus besteht dein alltägliches Leben?

LC: Es ist sehr, sehr normal. Ich liebe es, ins Kino zu gehen und schaue mir alle Filme an. Wenn sie gewalttätig sind, stelle ich die Gewalt einfach zur Seite... Wie ihr wisst, gibt es in Amerika so viele gewalttätige Filme, doch den größten Teil der dargestellten Gewalt bezeichne ich als Comic-Gewalt. Es ist wie in einem Comic oder einem Trickfilm, man weiß, wenn die eine Figur der anderen einen Schlag versetzt, dann steht sie einfach wieder auf und jeder Zuschauer sagt sich: „Also, das ist nicht echt...“ Es handelt sich um die selbe Art von Gewalt in den Real-Filmen. Sie sind mehr wie Komödien. Darum stören mich diese Sachen nicht. Ich gebe ihnen einfach den Platz, der ihnen wirklich zusteht. Ich liebe gute Geschichten und ich liebe Filme. Das muß ja auch so sein, wenn ihr mal überlegt, was früher mein Beruf war: Ich habe über 30 Jahre lang in meinem eigenen Unternehmen als Tontechniker gearbeitet. Der letzte Film, auf dem mein Name zu finden ist, trägt den Titel „The Usual Suspects“. Also, ich werde immer gerne Filme anschauen.

Ich bin sehr durchschnittlich. Ich habe eine Frau und einen Hund. Normalerweise bin ich drei Tage zu Hause, reise vier Tage innerhalb von Amerika und dreimal im Jahr fahre ich nach Europa oder irgendwo anders hin. Im nächsten Jahr werde ich zum ersten Mal nach Japan fahren. Dort ist die Kultur sehr unterschiedlich. Der europäischen Kultur kann ich mich ziemlich schnell anpassen, aber in Japan wird das anders sein. Da wird es wohl etwas länger dauern. Generell versuche ich, mich mit der Mentalität eines mir fremden Landes vertraut zu machen, bevor ich hin reise. Das Schlechteste, was ich tun könnte, wäre, meine amerikanische Kultur mitzunehmen. Dies zu tun, wäre respektlos gegenüber der dortigen Kultur. Also, versuche ich herauszufinden, was dort passiert ist, wer die Leute dort sind, was ihre Meinungen sind und wie sie essen etc. Wißt ihr, dass in Frankreich zum Beispiel alle Läden vom 12 bis 14 Uhr geschlossen sind? Man kann nicht mal ein Pflaster kaufen! Als ich das feststellte, dachte ich: „Das ist albern!“. Doch begriff ich, es geht, darum das Essen zu ehren! Jedenfalls kann man sich daran gewöhnen, wenn man es versucht.

TS: Wer entscheidet wo du hinfährst, du oder Kryon?

LC: Weder noch, es ist ein universelles Gesetz. Zwischen „im Jetzt sein“ und das Leben planen, gibt es eine feine Grenze. Wir befinden uns in einem Zeitrahmen, in dem wir voraus planen müssen. Wenn man zur Schule geht, muss man das letzte Jahr betrachten und die Kurse, die man belegen möchte, planen. Wenn man nicht mehr in die Schule geht und versucht, sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, - vielleicht hat man vor, ein Auto zu kaufen oder eine Wohnung zu mieten oder sich später sogar ein eigenes Haus zu kaufen - dann muss man alle diese Dinge im Voraus planen. Das Gleiche gilt für mich. Meine Tagesordnung muss ich planen. Wobei diese durch Leute wie euch beeinflusst wird.

TS: Die sagen: „Komm nach Berlin!“

LC: Ja genau. Schaut mal, wie ich euch kennen gelernt habe! Ihr seid zu einem Ort gekommen, wo ich gerade war. Es war nicht genau geplant. Ihr habt es schon ein bisschen geplant, ihr wolltet mich sehen. Doch ihr habt nicht gewusst, ob ich euch treffen würde. Jetzt sind wir alle hier und vielleicht fahren wir nach Berlin, wer weiß. So funktioniert alles und darum strecken wir nie unsere Fühler aus. Wir machen keine Werbekampagne, die Kryon irgendwo hin bringt. Die Menschen kommen auf uns zu und laden uns ein.

So ist es die Synchronizität, die das, was wir tun, bewegt. Das bin nicht ich, es ist nicht Kryon, es ist die universelle Energie. Dies ist der Grund, warum Kryon diese Energie unterrichtet. Versucht weiterhin, Türen aufzuschieben. Auch jene, die euch verschlossen erscheinen. Diese Möglichkeiten können später zu euch zurückkehren. Werft nie etwas weg! Gebt nichts auf! Das bedeutet nicht, dass ihr Überflüssiges nicht wegwerfen sollt. Es bedeutet, dass, wenn ihr eine Idee ausprobiert und es klappt nicht, ihr diese ins Regal stellen, sie ehren und täglich abstauben sollt. Auf diese Weise kann diese Idee wieder zu euch zurückkommen. Habt ihr schon mal Leute sagen gehört: „Eigentlich wollte ich Künstler werden. Ich habe es versucht, doch es klappt nicht. Ich bin zwar sehr gut, aber es klappt einfach nicht.“ Anstatt sich zu sagen, vielleicht klappt es ja später, schließt man die Tür der Möglichkeit, Künstler zu werden, zu. Oder vielleicht sagen sie: „Ich kann nicht Künstler werden, weil ich meinen Lebensunterhalt verdienen muss und Künstler verdienen nichts, also muss ich arbeiten gehen.“, und damit machen sie eine Tür zu und denken nicht daran, dass sie vielleicht irgendwann in der Zukunft, doch keinen Lebensunterhalt verdienen müssen und Künstler sein könnten. Vielleicht lernen sie jemanden kennen, mit dem sie etwas zusammen machen können und sie werden ihren Traum dadurch doch noch verwirklichen. Menschen neigen dazu, die Dinge aufzusplittern. Doch Kryon sagt; „Dies ist das „Jetzt“. Lasst alles immer offen und beobachtet einfach, wo das Universum euch hinführt.“ Das mache ich auch so.

TS: Kann Kryon uns einen konkreten Ratschlag geben, was es zur Zeit am wichtigsten zu tun gilt für Lichtarbeiter in Berlin, Deutschland oder auch weltweit?

LC: Ja, verzweifelt nie über das, was ihr in dieser Welt seht! Bildet euch nie im Voraus eine feste Meinung über etwas, denn die Dinge verändern sich ständig! Kümmert euch um euch selbst! Damit beziehe ich mich auf etwas, das Kryon gestern sagte: „Je mehr ihr versucht, eure eigene Göttlichkeit in eurem Innern zu entfalten, desto mehr wirkt sich diese auf eure Mitmenschen aus und desto weiser werden sie und die Dinge beginnen, langsam zur Ruhe zu kommen. Wir befinden uns gerade in einer Zeit, die eine sehr spannende und auf gewisse Weise gleichzeitig auch eine sehr tragische Zeit ist. Doch die Historiker werden auf diese Zeit zurückblicken und sagen, dass, wenn dieses nicht passiert wäre, dann wäre dieses oder jenes nicht geschehen und ganz anderes hätte sich noch ereignen können. Das Ziel in der heutigen Zeit ist, Frieden im Mittleren Osten zu schaffen, und damit ist nicht der Irak und auch nicht Afghanistan gemeint, sondern Israel und Palästina.

Nachdem dieser Frieden hergestellt ist, wird es noch einige Generationen von Palästinensern und Juden geben, bevor jene jungen Leute erscheinen, die sich nicht mehr an diese Zeiten erinnern können und jene Ereignisse als Vorbote betrachten. Als etwas, das passieren musste, um Menschen in besondere Gebiete zu führen, in die sie sich sonst nie begeben hätten. Das ist Erkenntnis im Nachhinein. Doch können wir den Sinn auch heute schon erkennen, wenn wir die Situation genauer betrachten. Es ist, als ob wir ein Haus beobachten, das gerade umgebaut wird. Es sieht ziemlich hässlich aus, da einige der Zimmer, die uns bisher gut gefielen, gerade einstürzen und das verursacht viel Trauer. Es gibt Krieg und das erscheint uns Lichtarbeitern als sehr, sehr traurig, weil es mit dem Tod zu tun hat und das Gegenteil von Frieden ist. Doch manchmal werden solche Dinge anders enden. Kryon hat uns bereits vorgewarnt, indem er sagte, „Es wird ein Kampf geben. Man wird die Welt nicht ohne Kampf verändern.“ Hier redet er nicht von einem Kampf mit Panzern, er redet von dem Alten und dem Neuen, er redet von Hass und Liebe, von einer alten und einer neuen Vorstellung. Die Frage ist: Wozu wird das führen? Was wird die Zivilisation daraus machen? Denn dieser Kampf herrscht weltweit.

TS: Du sagtest auch, es gibt eine Gruppe in Israel, nicht wahr?

LC: Ja sie sind wie ihr, aber ihr werdet nicht viel von ihnen hören. Es sind junge Palästinenser und Juden, die sagen, „es ist uns egal was unsere Eltern uns gesagt haben, wir werden es anders machen!“ Jedoch momentan ist ihre größte Aufgabe, wie sie mit den Grenzmauern umgehen sollen. Sie können nicht weiterhin ihr Leben gefährden und jedes Mal über diese Mauern klettern, wenn sie sich zum spirituellen Thema treffen möchten. Doch andererseits müssen sie sich weiterhin treffen. Es ist sehr schwierig. Sie können nicht einmal per E-Mail kommunizieren, die meisten haben gar keinen Computer! In Palästina herrschen Zustände wie in der Dritten Welt. Die Bevölkerung ist sehr arm und das muss geändert werden. Die israelischen Leute wissen das, sie sehen es und die durchschnittlichen israelischen Familien würden so gerne Frieden in ihrer Region haben, ebenso befürworten die durchschnittlichen palästinensischen Familien den Frieden. Wenn man mit diesen Menschen im Vertrauen spricht, sagen sie, dass sie darauf hoffen, eines Tages eine gute Regierung zu bekommen, die Frieden herstellen wird. Es geht nicht darum, wie viel der eine den anderen hasst. In Wirklichkeit wollen sie einfach ihre Familien schützen, ihre Kinder erziehen und Ausbildungen, Krankenhäuser und Arbeitsplätze haben.

TS: Gibt es noch etwas, das Kryon zu uns sagen möchte in Bezug auf Terasof und unsere Projekte oder zu den Lichtarbeitern in Berlin und Deutschland?

LC: Ich möchte, dass die Leser dieses Magazins wissen, dass es von Indigos veröffentlicht wird. Das ist sehr außergewöhnlich und ein Beweis dafür, dass sich das Bewusstsein dieses Planetens verändert.

[AO, OT, KA, FA]

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